Hörspielbearbeitung
Autor/Autorin:
Simon Stephens
Morning
Vorlage: Morning (Theaterstück, englisch)
Übersetzung: Barbara Christ
Bearbeitung (Wort): Manfred Hess
Technische Realisierung: Daniel Senger, John Krol, Sonja Röder
Regie: Walter Adler
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Tom Schillings Stephen Marie-Luise Schramm Stephanie Janine Stopper Cat Wolf-Niklas Schykowski Alex François Göske Jacob Henrike von Kuick Anna
Cat und Stephanie sind beste Freundinnen. Sie leben recht gut erzogen, recht gut versorgt in einer gutbürgerlichen Kleinstadt und haben, wie es sich gehört, auch Sex mit ihren Boyfriends. Nur dass Cat demnächst wegzieht, um zu studieren, und Stephanie allein in der Provinz zurücklässt. Da kommt Stephanie das iPod ihres jüngeren Bruders als Geschenk für Cat ganz gelegen.
Schließlich gibt es keinen, der Stephanie Einhalt gebietet: Der Vater ist weg und die Mutter liegt, vom Krebs zerfressen, im Bett; des Bruders Protest hält sich zudem in Grenzen. Warum sollen die beiden jungen Frauen zum Abschied nicht auch noch eine Phantasie experimentell überprüfen und gemeinsam Stephanies sanftmütigen Freund Stephen zu einem Dreier verführen? Aber interessant wird es erst, wenn er dabei ermordet wird, und zwar viehisch. Konsequenzen muss so eine Tat aus Überdruss auch nicht haben.
Simon Stephens 2012 uraufgeführtes Theaterstück zeigt eine Jugend, die ihrer Verzweiflung mit einem drohenden Lächeln gegenübertritt und den freien Fall wie einen Rausch genießt.
Weitere Informationen
Simon Stephens, geboren 1971 in Stockport/South Manchester, schreibt seit 1998 Theaterstücke. 2000 war er am Royal Court Theatre »resident dramatist« und Hausautor am Royal Exchange Theatre in Manchester. In den Kritikerumfragen von Theater heute wurde Simon Stephens 2006, 2007, 2008, 2011 und 2012 zum besten ausländischen Dramatiker des Jahres gewählt. Daneben schrieb er Hörspiele für die BBC und entwickelt zurzeit für Channel 4 eine TV-Serie.

Produktions- und Sendedaten
- Südwestrundfunk 2014
- Erstsendung: 16.10.2014 | SWR2 | 22:03 Uhr | 53'30
Rezensionen (Auswahl)
- Rafik Will: Keine Erklärung für die Brutalität. In: Funkkorrespondenz. 24.10.2014. S. 34.