Originalhörspiel

Autor/Autorin: Margarete Jehn

Wernicke. Eine Familienserie (17. Folge: Wirklich, Mama - laß die Kiste doch mal so laufen! oder: Arbeitsteilung in der Familie)

Komposition: John O'Brien-Docker
Redaktion: Heinz Hostnig
Technische Realisierung: Karl-Otto Bremer, Birgit Meyer
Regieassistenz: Marianne Meek-Therstappen

Regie: Hans Rosenhauer

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Edgar HoppeManfred Wernicke, der Vater
    Karen HüttmannHelga Wernicke, die Mutter
    Annette Ehrhardt-RenkenKatrin Wernicke, die Tochter
    Michael HeinzJens Wernicke, der Sohn
    Lisette MeisterCarlaSchindler, Helgas Schwägerin
    Brigitte RohkohlAn- und Absage

Die Hörspielredaktion des NDR stellt in Co-Produktion mit dem WDR eine neue Arbeit vor: „Wernicke, Eine Familienserie“ Als Ergebnis der Programmarbeit der letzten zwei Jahre und der Gespräche mit Hörern und Autoren hat die Hörspielredaktion zusammen mit den Autoren Uwe Friesel, Margarete Jehn und Hubert Wiedfeld eine Familienserie entwickelt. Keine vordergründige, agitatorische Information, keine in seichten Klischees eingefahrene Unterhaltungsformen, sondern eine genaue dramaturgische Kombination von Spiel und Realität bestimmt diese Familienserie. Mit Knappheit und Überschaubarkeit, mit spielerischem Witz und kritischer Information werden Denkmodelle und Handlungsalternativen für den Hörer zur Diskussion gestellt. Das Leben von Familie Wernicke zu verfolgen, soll Spaß machen, soll entspannend sein: Entspannung als Lösung von Spannung, Auflösung von Spannung. Familie Wernicke lebt in Harburg. Der Vater arbeitet in der gummiverarbeitenden Industrie, die Mutter ist Hausfrau, die Tochter besucht die letzte Klasse der Volksschule, der Sohn wechselt nach der Grundschule gerade den Schultyp. Familie Wernicke ist mit ihrer Umwelt verbunden, die Probleme, mit denen sie fertig werden muß, sind zahlreich. Wernickes sind eine Familie im Prozeß, bestimmt von Umwelt, auf Umwelt reagierend. Familie Wernicke wird überall zu verfolgen sein: in ihrer Wohnung, in ihrem Stadtteil, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Urlaub. Die Umwelt der Wernickes ist auch die Umwelt des Hörers. Wernickes haben Verwandte, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen. Wernickes begegnen fremden Personen z.B. dem Lehrer, dem Gemeindepfarrer, Beamten, öffentlichen Dienststellen, Gewerkschaftlern und anderen. Diese Personen werden nicht von Schauspielern dargestellt. Warum sollten sie nicht als Berufspersonen selbst auftreten? Wernickes brauchen Informationen aus der realen Umwelt. Warum sollen sie sich diese Informationen nicht bei diesen Personen holen? Es sind die gleichen Informationen, die der Hörer braucht.

Trotz aller Versprechungen und guten Vorsätze will es mit der Arbeitsteilung im Wernicke-Haushalt nicht recht klappen. Die Hauptlast der Hausarbeit trägt immer noch Helga. Auf Helgas Vorwürfe reagieren die anderen Familienmitglieder nicht nur schuldbewusst - sie sind nicht bereit, Helgas Ordnungsvorstellungen so ohne weiteres zu übernehmen und melden auch Kritik an: "Wer sagt denn eigentlich, daß hier immer alles so laufen muß, wie du das gewohnt bist!"

Der deutsche Hörspielregisseur Hans Rosenhauer Ende der 1950er Jahre.
©dpa picture-alliance/Roba Archiv
Der deutsche Hörspielregisseur Hans Rosenhauer Ende der 1950er Jahre. ©dpa picture-alliance/Roba Archiv

Produktions- und Sendedaten

  • Norddeutscher Rundfunk / Westdeutscher Rundfunk 1975
  • Erstsendung: 16.03.1975 | 19'02

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