Hörspielbearbeitung, Kinderhörspiel

Autor/Autorin: Hans Christian Andersen

Die Glücksschuhe

Vorlage: Die Glücksschuhe (dänisch)
Bearbeitung (Wort): Günter Eich
Komposition: Joachim Faber
Redaktion: Annemarie Schambeck

Regie: Wilm ten Haaf

Das Kinderhörspiel zeigt vier Szenen, in denen die von einer kleinen Fee bereitgestellten Glücksschuhe für turbulente Ereignisse sorgen. Zunächst wünscht sich Archivar Knapp in die Zeit um 1500; doch seine Zeitreise verursacht nur ein großes "Durcheinander". Als zweites muß der arme Leierkastenmann erkennen, daß auch ein König "ein armer Tropf" ist und vielerlei Zwängen unterliegt. Schließlich ist es für den Dichter Peter Svensoon enttäuschend, daß der sich von ihm erhoffte Ruhm nicht einstellt. Bei einer Reise in die Zukunft erfährt er, daß keiner seinen Namen kennt. Erst die letzte Szene bringt eine positive, wenngleich grotesk überzeichnete Schlußwendung: Nachdeem der Wirt seine Frau durch seine Wünsche entstellt hat - sie trägt jetzt eine Gurke statt der Nase, Bandnudeln statt der Haare und Brezeln statt Ohren -, sieht er nach dem Verlust der Glücksschuhe eine neue Zukunftschance darin, mit ihr, der "eßbaren Frau", auf dem Oktoberfest aufzutreten. Gegenüber diesen so lustig ausgestalteten Szenen treten die eher nachdenklich stimmenden Rahmendialoge der beiden Feen Trauer und Glück bzw. des am Anfang und am Schluß auftretenden Sprechers über das richtige Wünschen, über Erfahrungen und Enttäuschungen sowie über das wahre Glück zurück. (Hans-Ulrich Wagner) 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Radio München
  • Erstsendung: 29.03.1948 | 43'55

In keiner ARD-Rundfunkanstalt verfügbar

Rezensionen (Auswahl)

  • Hans-Ulrich Wagner: Günter Eich und der Rundfunk. Essay und Dokumentation. Berlin 1999. S. 213f.

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