Originalhörspiel, Kurzhörspiel, Science Fiction-Hörspiel
Autor/Autorin:
Rolf Cantzen, Bodo Dringenberg
Was übrigbleibt, wenn nichts übrigbleibt
Über Negativität
Regie: Burkhard Ax
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Gabriele Fischer Frau Karlheinz Tafel Nachrichtensprecher Hansjoachim Krietsch Marco Sigrun Höhler Renate Carmen Renate Köper Sarah
Die Auseinandersetzung mit einigen Positionen und Argumentationen,
welche mit der Negation befaßt sind, findet in der Form eines
Hörspiels statt, dessen Struktur durch dialogische Prozesse
gekennzeichnet ist und das von einer fiktiven Endzeitsituation
(unmittelbar bevorstehendes Aussterben der Menschheit) ausgeht.
Für eine Diskussion über dieses Hörspiel bieten sich folgende
Anknüpfungspunkte an: die Negativität in ihrer Bedeutung für das
(dialektische) Denken; die Negativität als radikale Kritik; die
Negativität als Selbstnegation des einzelnen und der Gattung Mensch.
Insgesamt ist es Ziel der Sendung, Negativität innerhalb verschiedener
theoretischer Kontexte und Positionen - vertreten z.B. von Karl Marx
und Friedrich Engels, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Martin Heidegger,
Jean Paul Sartre, Max Stirner, Arthur Schopenhauer - und in Hinblick
auf bestimmte Konsequenzen (z.B. Nihilismus) zu problematisieren, auf
die ethischen und philosophisch-anthropologischen Implikationen
unterschiedlicher Formen der Negativität aufmerksam zu machen und
Auseinandersetzungen darüber zu provozieren, was die Vorstellung vom
Ende der Menschheit im Denken bewirkt und wie sich der Mensch
emotional zu einer solchen Vorstellung verhält.

Produktions- und Sendedaten
- Westdeutscher Rundfunk 1985
- Erstsendung: 19.12.1985 | 13'57