Hörspielbearbeitung, Mundarthörspiel

Autor/Autorin: Franz Rehbein

Pellkantüffeln un Hering (1. Teil: Kinnertied in Pommern)

Niederdeutsche Hörspieltrilogie

Vorlage: Das Leben eines Landarbeiters (Autobiographie)
Bearbeitung (Wort): Klaus Granzow
Technische Realisierung: Susanne Ziege, Christa Fleischer
Regieassistenz: Micaela Lange

Regie: Curt Timm

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Walter Arthur KreyeErzähler
    Arthur CardellFranz Rehbein
    Ursula Hinrichs
    Fritz Hollenbeck
    Paul Edwin Roth
    Tomas Kröger
    Andreas von der Meden
    Jochen Schenck
    Friedrich Schütter
    Hermann Lenschau
    Hilde Sicks
    Ivo Braak
    Ernst Friedrich Lichtenecker
    Werner Riepel
    Heinz Lanker
    Edgar Besse
    u.a.

1911, zwei Jahre nach dem Tod des Verfassers, erschienen Franz Rehbeins autobiographische Aufzeichnungen "Das Leben eines Landarbeiters". Auf sehr anschauliche Weise, mit liebevoller Ausschmückung der Details und spürbarem sozialen Engagement berichtet Rehbein in diesem Buch über die ersten 28 Jahre seines Lebens. Karl Winfried Schafhausen, der Herausgeber der in der Sammlung Luchterhand erschienenen Neuausgabe, schreibt dazu: "Rehbeins Autobiographie ist ein Dokument von einem unmittelbar Betroffenenen für eine entscheidende Phase der Entwicklung der Landwirtschaft im vorigen Jahrhundert: die langwierige Beseitigung der feudalen Produktionsweise auf dem Lande und die fortschreitende Proletarisierung weiter Teile der Landbevölkerung, ohne daß jedoch der kleinbäuerliche Besitz mit einem Schlag ruiniert wurde. Was Rehbein dabei in der Tendenz beschreibt, vollzieht sich gegenwärtig in der Landwirtschaft der Europäischen Gemeinschaft auf erweiterter Stufe, mit ersten Widerstandsformen der betroffenen Bauern, aber ohne daß in der Bundesrepublik Deutschland diese Entwicklung über Ansätze hinaus in die politische Arbeit und Diskussion einbezogen würde."

In der ersten Folge dieser von Klaus Granzow in enger Anlehnung an das Original verfaßten Hörspiel-Trilogie werden die Kindheit und die Jugend des 1867 geborenen Franz Rehbein beschrieben. Als sein Vater stirbt, muß Franz schon als Kind zum Lebensunterhalt der Familie beitragen: zunächst als Stiefelputzer beim Pastor und als "Faktotum" bei einer Gymnasiasten-Verbindung und dann als Landarbeiter auf den großen Gütern Hinterpommerns. Daß die Arbeitsbedingungen der damaligen Zeit hart, ja beinahe unmenschlich waren, ist weithin bekannt. In Rehbeins eindrucksvoller Darstellung jedoch werden sie mit einer Anschaulichkeit beschrieben, die kaum vorstellbar erscheinen läßt, daß seitdem erst ein Jahrhundert vergangen ist. 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Radio Bremen / Norddeutscher Rundfunk
  • Erstsendung: 22.11.1976 | 43'23

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