Originalhörspiel, Mundarthörspiel
Autor/Autorin:
Friedrich Hans Schaefer
Frollein Claudia
Niederdeutsches Hörspiel
Technische Realisierung: Horst Schmerberg, Ingrid Traeger
Regieassistenz: Micaela Lange
Regie: Curt Timm
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Ursula Hinrichs Claudia Behrens Mariechen Eichhorn Meta, ihre Mutter Kurt A. Jung Pastor Babendiek Heinz Lanker Kaspersen, Lebensmittelhändler Ilse Seemann Rieke, seine Frau Heinrich Morf Freese, Textilwarenhändler Christine Brandt Miele, seine Frau Helga Feddersen Alma Butzlaff Willy Bartelsen Thode, Schutzmann u.a.
Die Titelheldin des neuen Hörspiels von Friedrich Hans Schaefer ist eine Frau, die in Christi Namen alles, was sie von ihrem Vater geerbt hat, den Armen und Bedrängten opfert — so jedenfalls sieht es Pastor Babendiek.
Und weil Claudia sehr großzügig opfert, ist es kein Wunder, daß ihr Vermögen in der Phantasie der Nachbarn schwindelerregende Ausmaße annimmt und berechnende Geschäftsleute gern von ihrem Reichtum profitieren möchten.
Meta allerdings, Claudias etwas wunderliche Mutter, bestreitet entschieden, daß ihr Seliger jemals über ein nennenswertes Vermögen verfügte. Noch nachdenklicher sollte stimmen, daß Claudia einen besonders aufsehenerregenden Beweis für ihre Hilfsbereitschaft liefert, als in der Nacht zuvor bei einem reichen Kaufmann der Tresor ausgeräumt worden ist. Aber in derselben Nacht ging auch ein Unbekannter über die Grenze und bleibt unauffindbar.
Wer ist nun also wirklich der Täter? Die Hörer kennen ihn, das heißt: sie lernen ihn mit jeder Szene dieses tragikomischen Spiels ein bißchen besser kennen. Und schließlich wissen sie so gut über ihn und seine Beweggründe Bescheid, daß sie ihm eigentlich Sympathie entgegenbringen müßten — so jedenfalls sieht es der Autor.

Produktions- und Sendedaten
- Radio Bremen / Norddeutscher Rundfunk
- Erstsendung: 14.08.1978 | 57'00