Originalhörspiel, Mundarthörspiel, Kurzhörspiel

Autor/Autorin: Hermann Otto

Ole Tieden (2. Folge: Götterdämmerung)

Niederdeutsches Kurzhörspiel

Technische Realisierung: Günter Becker, Angelika Kaiser
Regieassistenz: Herbert Leonhardt

Regie: Michael Leinert

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Bernd WiegmannLeo Hoffmann
    Christine BrandtGreten, seine Frau

Der in Hamburg lebende Schriftsteller Hermann Otto — Fritz-Stavenhagen-Preisträger des Jahres 1961 und Verfasser einiger heftig diskutierter, aber selten gespielter plattdeutscher Bühnenstücke — stellt sich mit dem zweiteiligen Spiel "Ole Tieden" zum ersten Mal als Hörspielautor vor. In den inhaltlich aufeinander abgestimmten, formal jedoch sehr verschiedenartigen Kurzhörspielen "De Kamer" und "Gotterdämmerung" zeichnet Hermann Otto das Psychogramm zweier Menschen — im ersten Spiel ist es eine Frau, im zweiten ein Mann — für die der einzige Sinn ihres Lebens nur noch darin besteht, ihre Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus wachzuhalten, der sie für ihren blinden Gehorsam und ihre bedingungslose Hingabe damit belohnte, daß er ihnen das Gefühl gab, über sich selbst, über ihre eigene Mittelmäßigkeit hinauszuwachsen. Die Vergangenheit hat in einem Maße Besitz von ihnen ergriffen, daß sie unfähig sind, sich in der Gegenwart zurechtzufinden. Beide ignorieren die Tatsache, daß inzwischen mehr als dreißig Jahre vergangen sind, beide kapseln sich von ihrer Umwelt ab und klammern sich an das, was von der "großen Zeit" übriggeblieben ist. 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Radio Bremen / Norddeutscher Rundfunk
  • Erstsendung: 30.10.1978 | 29'24

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