Originalhörspiel, Mundarthörspiel

Autor/Autorin: Wilhelm Staudacher

Över de Tied

übersetzt ins Niederdeutsche

Übersetzung: Walter Arthur Kreye
Technische Realisierung: Günter Becker, Hella Pot d'Or
Regieassistenz: Herbert Leonhardt

Regie: Hans-Jürgen Ott

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Erika RumsfeldMarie
    Walter Arthur KreyeHans

Der in Rothenburg ob der Tauber lebende Lyriker und Hörspielautor Wilhelm Staudacher zählt zu den bekanntesten deutschen Mundartdichtern. Nach "Marie S.", "Rohbacher", "Dörpstheater" und "Betty" stellt er mit "Över de Tied" ein weiteres Mal seine Fähigkeit unter Beweis, mit äußerst sparsamen Mitteln unverwechselbare Charaktere zu zeichnen und die tieferen Schichten ihres Bewußtseins auszuloten. Sein neues Hörspiel, das Walter A. Kreye ins Plattdeutsche übertrug, entwickelt Staudacher aus einer alltäglichen Situation: ein altes Ehepaar erwartet den Besuch seines jüngsten Sohnes, der es in der Schweiz "zu etwas gebracht" hat und vermutlich aus eben diesem Grund jahrelang keine Zeit fand, sich um seine Eltern zu kümmern. Der Zeitpunkt, zu dem er sich angekündigt hat, ist längst überschritten, und je länger sie warten müssen, desto emsiger sind die beiden Alten bemüht, sich gegenseitig von der Sorge zu befreien, daß ihm etwas zugestoßen sein könnte. Aber die Angst läßt sich nicht unterdrücken, sie ist immer spürbar, in jedem noch so belanglosen Wort. 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Radio Bremen / Norddeutscher Rundfunk
  • Erstsendung: 12.02.1979 | 58'00

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