Hörspielbearbeitung

Autor/Autorin: Izzeldin Abuelaish

Ich werde nicht hassen (1. Teil)

nach einer Theaterfassung von Silvia Armbruster und Ernst Konarek

Vorlage: Ich werde nicht hassen (I shall not hate) (Theaterstück, englisch)
Bearbeitung (Wort): Claudia Johanna Leist
Komposition: Rainer Quade
Redaktion: Isabel Platthaus
Technische Realisierung: Matthias Fischenich, Jeanette Wirtz-Fabian

Regie: Claudia Johanna Leist

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Yassin Ibrahim MabroukAbuelaish als Junge
    Omar El-SaeidiAbuelaish als junger Mann
    Mohammad-Ali BehboudiAbuelaish (Erzähler)
    Wolf AniolVater Itzik/Dr. Lunenfeld/Beamter Sicherheitsbüro
    Justine HauerFrau Madmoony
    Robin MeisnerBruder Noor
    Peter HartingVater/Israelischer Beamter
    Matthias HaaseLehrer/Shlomi
    Carlos LoboIsraelischer Vater/Militärische Stimme/Lautsprecherdurchsage
    Marina GalicNadia
    Charles RipleyAmerikanischer Professor
    Katharina SchmalenbergIsraelische Sicherheitsbeamtin
    Steffen ReuberGeheimdienstoffizier/Dr. Gletermann
    Leyla Margareta JafarianMayar
    Someya Ibrahim MabroukRaffah
    Tula RilingerAya
    Signe ZurmühlenBessan
    Wieslawa WesolowskaMutter
    Abed OthmanNachbar 1/Jordanischer Beamter
    Jörg KernbachNachbar 2/Soldat 2/Verkäufer Markt
    Volker NiederfahrenhorstNachbar 3/Soldat 3
    Moritz OttoNachbar 4

Mit seinem Leben widerlegt er die Logik des Hasses und der Gewalt: Izzeldin Abuelaish kämpft für Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern.

16. Januar 2009. Ein aufgelöster Vater berichtet live im israelischen Fernsehen: "Unser Haus wurde bombardiert, meine Töchter sind tot. Oh Gott, was haben wir getan?" Izzeldin Abuelaish, Arzt aus Gaza, berichtet über einen Raketeneinschlag, bei dem drei seiner Töchter ums Leben kommen. Sein Schicksal geht um die Welt. Dies ist seine Geschichte. Er war der erste palästinensische Arzt, der in einem israelischen Krankenhaus arbeitete. Er erzählt vom Alltag in Gaza, vom Warten an den israelischen Checkpoints, vom Familienleben zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Von seinen permanenten Bemühungen um Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern, allen Rückschlägen zum Trotz. Selbst der 16. Januar 2009 wird Abuelaish nicht von seiner Überzeugung abbringen. "Wenn meine Töchter die letzen Opfer wären, könnte ich ihren Tod akzeptieren." So muss er weiter kämpfen - für Frieden und Versöhnung. Gegen den Hass.

Weitere Informationen
Nach dem Tod seiner drei Töchter emigrierte Abuelaish nach Kanada, wo er an der Universität in Toronto lehrt. Er schrieb seine Autobiografie "I shall not hate" und gründete die Stiftung "Daughters for Life", die Stipendien an Frauen und Mädchen aus dem Nahen Osten vergibt.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Westdeutscher Rundfunk 2019
  • Erstsendung: 14.10.2019 | WDR 3 | 19:04 Uhr | 27'47

Auszeichnungen

  • Robert Geisendörfer Preis 2021 (in der Kategorie "Hörfunk" an Izzeldin Abuelaish und Claudia Johanna Leist)

Rezensionen (Auswahl)

  • N. N.: Ich werde nicht hassen. Hörspieltipp Oktober. In: WDR Print. Nr. 9. 01.09.2019. S. 41.
  • Stefan Fischer: Trotz allem. In: Süddeutsche Zeitung vom 14.10.2019. S. 21.
  • N. N.: 37. Robert Geisendörfer Preis. In: epd medien Nr. 42. 22.10.2021. S. 40ff.

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