Originalhörspiel
Autor/Autorin:
Josef Otto
Jack und John, die jüngste G.m.b.H.
Ein modernes Märchenspiel für die Jugend
Uraufführung
Komposition: Hans Ebert
Regie: Josef Kandner
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Max Koninski Philipp Gehly Richard Weimar Willi Stassar Karl Wilhelmy Willi Umminger Martha Walter Ernst Reschke Paul Apel Hanns August Herten Friedrich Rosenthal Hubert Meuter u.a. Orchester: Kleines Funkorchester
Musikalische Leitung: Josef Breuer, Hans Ebert
"Jack und John, das sind zwei echte praktische Söhne unseres Zeitalters. Sie sind zwar noch sechzehn Jahre, sie spielen noch - aber sie spielen schon 'Leben', sie spielen 'Geschäft', 'Reklame' und 'Geldmachen', sie gründen einen 'G. m. b. H.'. Das erste, was sie tun, ist, sich das geeignete Feld für ihre Tätigkeit auszusuchen, und das ist natürlich New York. Von Britisch-Nordamerika fahren sie als 'blinde Passagiere' dorthin, und hier angekommen, wird das, was bisher nur Spiel und Abenteuer war, zur Selbstbehauptung, zum Lebenskampf. In 'Harlem', dem Negerviertel von New York, organisiert Jack einen Trupp von Lumpensammler- und Zeitungsverkäuferjungen, der im Laufe der Jahre nach Hunderten zählt. Er dringt bis nach Chicago vor! Täglich schreien sie den Namen der 'Jack und John G. m. b. H.' über die Höfe, durch die Straßen. Sogar ein Flugzeug trägt eines Abends in leuchtenden Buchstaben diesen Namen über die Wolkenkratzer hinweg. Der Name ist mit der Zeit Begriff geworden. Die Erwachsenen gleicher Berufsgattung werden unruhig, spüren schon die Konkurrenz. Wer sind die 'Chefs' der 'Firma'? Das ist die brennende Frage in aller Mund. Sie wenden alle nur erdenklichen Mittel an, dahinter zu kommen. Jack und John geben sich schließlich zu erkennen und bleiben Sieger. Sie zu vernichten ist undenkbar, ihre Lebenstüchtigkeit hat sich als überaus zäh erwiesen und darüber hinaus sind sie - ohne es eigentlich zu wollen - die Beglücker der verwahrlosten New-Yorker Straßenjungen geworden." (Der Deutsche Rundfunk, 9. Jg., 51. Heft, 18.12.1931, S. 66)
Weitere Informationen
Die in der Hörspieldatenbank veröffentlichten Angaben zu Inhalten und Beteiligten stammen aus historischen Quellen. Deren Wortlaut könnte heute als diskriminierend und verletzend empfunden werden.
In der Programmzeitschrift "Die Werag" wird Josef Breuer als musikalischer Leiter genannt. Der RRG-Katalog 1929/31 verzeichnet allerdings Hans Ebert.
Es konnte nicht ermittelt werden, ob es sich um ein Originalhörspiel oder die Bearbeitung einer Vorlage gehandelt hat.
Übertragung auch über die SÜRAG (Süddeutsche Rundfunk A.G.) und die SÜWRAG (Südwestdeutsche Rundfunk A.G.)

Produktions- und Sendedaten
- WERAG - Westdeutsche Rundfunk AG (Köln) 1931
- Erstsendung: 20.12.1931 | 17:30 Uhr
Livesendung ohne Aufzeichnung
Drei Gesangsausschnitte zum Märchenspiel mit einer Gesamtlänge von circa fünf Minuten sind im RRG-Katalog (Schallaufnahmen der Deutschen Rundfunkgesellschaften in den Jahren 1929/31) nachgewiesen, also seinerzeit auf Tonträger aufgezeichnet worden. Dieser Tonträger ist jedoch nicht überliefert.
Grundlage der Datenerhebung: Der Deutsche Rundfunk (Programmzeitschrift); Die Werag (Programmzeitschrift); RRG-Katalog (Schallaufnahmen der Deutschen Rundfunkgesellschaften in den Jahren 1929/31)
Rezensionen (Auswahl)
- Ko.: Der Deutsche Rundfunk, 10. Jg., Heft 1, 1.1.1932, S. 61.