Originalhörspiel
Autor/Autorin:
Eberhard Kuhlmann
Drei in der Zelle
Hörspiel
Regie: Karl Köstlin
"Drei Strafgefangene sitzen in einer Zelle. Der erste, ein alter Verbrecher, bastelt ruhig an einem Radioapparat. Er hat mit dem Leben abgeschlossen. Obwohl er bald entlassen werden wird, weiß er doch, daß er sich seiner Freiheit nicht lange wird erfreuen können, denn für einen alten Zuchthäusler gibt es keine Arbeit. Den zweiten drückt eine ungesühnte Schuld. Allles in ihm drängt ihn zu einem Geständnis, jedoch wird er von dem ersten zurückgehalten. Das übelste Los hat der dritte gezogen. Von Sehnsucht und Qualen gedrängt, verzehrt er sich in wirren Träumen im Verlangen nach seiner Frau. Da wird sein ganzer wirrer Traum in seltsamen Traumstimmen, Chören und Musik hörbar. Schweißbedeckt erwacht er; es ist Morgen geworden. Das Frühstück und die Post wird verteilt. Er erhält einen Brief seiner Frau, in welchem dieselbe ihn ermahnt, keine Strafaussetzung zu verlangen, sondern nur seine Zeit auszuhalten. Er vermag nicht zu fassen, daß die Frau, nach der er sich mit jedem Atemzuge sehnt, ihm so etwas schreibe. Während draußen die blecherne Gefängnisglocke zur Freistunde läutet, macht er seinem gequälten Dasein ein Ende." (N. N.: Der Deutsche Rundfunk, 10. Jg., Heft 6, 5.2.1932, S. 18)
Weitere Informationen
Übertragung auch über die SÜWRAG (Südwestdeutsche Rundfunk A.G.)

Produktions- und Sendedaten
- SÜRAG -Süddeutsche Rundfunk AG (Stuttgart) 1932
- Erstsendung: 12.02.1932 | 20:15 Uhr
Livesendung ohne Aufzeichnung
Grundlage der Datenerhebung: Der Deutsche Rundfunk (Programmzeitschrift)