Originalhörspiel, Mundarthörspiel
Autor/Autorin:
Hans Rößler
Der Geiglafranze
Hörspiel in schlesischer Mundart
Komposition: Karl Sczuka
Regie: Alexander Feit
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Hans Rößler Alfred Eduard Kleinert Ruth Gregor Vera Wolf Axel Feit Kurt Bayer Erich Hoinkis Paul Heinke Rudolf Schlessen Konrad Rolf Willy Kolsch Ingeborg Fuhrmann Lucie Baranek Adolf Flemming Ensemble: Funkdoppelquartett
Orchester: Breslauer kleines Funkorchester
Musikalische Leitung: Karl Sczuka
"Der Geiglafranze ist ein armer Dorfkünstler, der vom Lehrer des Dorfes zufällig entdeckt und ausgebildet wird. Der Lehrer läßt es sich nicht nehmen, seinen talentvollen Schüler ein Vierteljahr später der Öffentlichkeit im Rahmen eines schlesischen Gemeindeabends zu präsentieren. Er zieht auch andere Dorfkünstler, den Gesangverein und seine befähigten Schüler zur Mitwirkung heran. Alle geben ihr Bestes. Den Vogel aber schießt der junge Geiger ab. Alle gönnen ihm seinen Triumph und die einfachen Dorfleute sind stolz auf ihren Künstler. Nur der Pietsche-Paul, ein heruntergekommener Bauer, neidet dem armen Geiger seinen Erfolg und beneidet ihn um sein, wie er sich ausdrückt, mühelos erworbenes Honorar. Unter Drohungen verläßt er das Dorfgasthaus, in welchem die Freunde vom Geiglafranze den Erfolg 'begießen'. Der Nachtwächter findet am Morgen den Geiglafranze erschlagen im Dorfteiche. Die Kratschmer-Liese, die schon immer große Stücke vom Geiglafranze gehalten hat, nimmt von dem Erschlagenen ergreifend Abschied." (N. N.: Der Deutsche Rundfunk, 10. Jg., Heft 29, 15.7.1932, S. 15)

Produktions- und Sendedaten
- Schlesische Funkstunde AG (Breslau) 1932
- Erstsendung: 17.07.1932 | 19:30 Uhr
Livesendung ohne Aufzeichnung
Lieder aus dem Hörspiel, komponiert von Karl Sczuka, sind im RRG-Katalog (Schallaufnahmen des Deutschen Rundfunks 1932) nachgewiesen, also seinerzeit auf Tonträger aufgezeichnet worden (Länge: ) Dieser Tonträger ist jedoch nicht überliefert. Es handelt sich um die Chorlieder "Is Vätergutt" und "Die Durfmusikke: Siste wull, doo kimmt se". Die Aufzeichnung fand bereits am 16.07.1932 statt. Das Hörspiel selbst wurde offenbar nicht aufgezeichnet.
Grundlage der Datenerhebung: Der Deutsche Rundfunk (Programmzeitschrift); Schlesische Funkstunde
Rezensionen (Auswahl)
- "Der 'Geiglafranze'", in: Schlesische Funkstunde, 6. Jg., Nr. 29, 17.7.1932, S. 5. (Szenenabdruck)