Originalhörspiel
Autor/Autorin:
Paul Enderling
Das große Kind Balzac
Hörspiel
Regie: Rudolf Rieth
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Käte Bierkowski Josef Kandner Martha Kallinich Paul Apel Otto Ernst Lundt Kurt Ehrhardt Richard Weimar Otto Schülke Friedel Münzer Hanns August Herten Marliese Knaak
"Dies Lebensbild des großen Romanziers wird akustisch mit dem Klirren der Goldstücke in der Stube des Wucherers Vignaux eingeleitet, der unter anderen Klienten auch den Dichter Balzac ausnutzt, obwohl seine Tochter Celestine ihn um Schonung bittet. Balzac fährt durch Paris, um bei dem alten Antiquitätenhändler für kostbaren Tand ein Vermögen zu vergeuden. Er versucht auf einem Ball, einen Bankier für kühne Spekulationen zu interessieren; er arbeitet Tag und Nacht und gönnt sich nur wenige Stunden Schlaf. Über seinem Leben steht die phantastische Liebe zu einer Frau, die er erst nach zehn Jahren sieht; zu seiner Bewunderin, der russischen Gräfin Hanska. Sie läßt ihn ungerecht gegen Celestine und seinen Freund Victor Hugo werden, der ihn warnt. In Bad Canstatt wechselt er mit der Gräfin die ersten Liebesworte. Noch einmal wirft ihn das Leben zurück, als er sich bei der Revolution von 1848 vor seinen Gläubigern verstecken muß. - Das nächste Bild schon läßt die Glöckchen der Troika erklingen, in der er über die russische Steppe fährt. Er heiratet die Gräfin und will ihre Fremdheit nicht kennen. Der Tod, fünf Monate nach der Trauung, erspart ihm alle Enttäuschungen, die die kalte Frau ihm bringen muß. Noch blieb ihm die Liebe der armen Celestine und die Freundschaft Victor Hugos, der um seine Unsterblichkeit weiß." (Der Deutsche Rundfunk, 10. Jg., Heft 40, 30.09.1932, S. 15)
Weitere Informationen
Übertragung auch über die Deutsche Welle GmbH ("Deutschlandsender")
Es konnte nicht eindeutig geklärt werden, ob es sich um ein Originalhörspiel oder die Bearbeitung einer Vorlage gehandelt hat.

Produktions- und Sendedaten
- WERAG - Westdeutsche Rundfunk AG (Köln) 1932
- Erstsendung: 07.10.1932 | 20:00 Uhr
Livesendung ohne Aufzeichnung
Grundlage der Datenerhebung: Der Deutsche Rundfunk (Programmzeitschrift); Die Werag (Programmzeitschrift)
Rezensionen (Auswahl)
- Ko.: Der Deutsche Rundfunk, 10. Jg., Heft 43, 21.10.1932, S. 60.