Originalhörspiel
Autor/Autorin:
Fritz Meingast
Wenn nur Deutschland lebt
Hörspiel
Regie: Hans Freundt
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Kurt Gerdes Käte Wittenberg Hanns Fischer Hans Marten Kurt Groth Walter Redlich Carl-Gerhard Schröder Günther Bobrik
"Das Hörspiel 'Wenn nur Deutschland lebt' schildert in fünf Bildern das Schicksal des Buchhändlers Johann Philipp Palm aus Nürnberg, der in den Tagen von Deutschlands Erniedrigung (1806) eine Schrift gegen die napoleonische Herrschaft herausgab und dafür erschossen wurde.
In einer Gastwirtschaft gerät der Gastwirt Mack mit dem jungen Marktschreiber Müller in Streit, weil Müller Schmählieder gegen Napoleon singt. Es stellt sich heraus, daß Müller die neue Schrift gegen Frankreich gelesen hat und bei sich trägt. Ehe der vorsichtige Gastwirt das Schriftstück beseitigen lassen kann, läßt der französische General Binot, der in Zivil in dem Gasthof abgestiegen ist, Müller festnehmen. - In dem Militärbüro des Marschalls Berthier wird beratschlagt, wie man Verfasser und Drucker der Schmähschrift gegen Napoleon fassen kann. General Binot wird zum Vorsitzenden des Kriegsgerichts ernannt, vor das die Missetäter nach ihrer Festnahme gestellt werden sollen.
Bei Palm in Nürnberg. Der Gastwirt Mack ist zu Besuch und warnt Palm. In diesem Augenblick überbringt ein Knabe einen Brief, in dem zehn Exemplare der Schmähschrift bestellt werden. Es stellt sich heraus, daß die Bestellung unter den Augen der Polizei aufgegeben ist. Palm steht vor dem französischen Kriegsgericht in Braunau. Der Marktschreiber Müller hat feige denjenigen preisgegeben, der die Schmähschrift vertrieben hat. Auch der Gastwirt Mack verrät Palm. Das Kriegsgericht spricht gegen den Verleger die Todesstrafe aus. Der Leutnant Nicolas verliest Palm im Kerker die Todesstrafe. Palm kann seinen Kopf retten, wenn er den Verfasser der Schrift nennt. Er bleibt aber stark. Selbst als ihn seine Frau im Namen seiner Kinder anfleht, beharrt er bei der Aussageverweigerung. Das Urteil wird sofort vollstreckt, der Patriot Johann Philipp Palm wird auf dem Gefängnishof von französischen Soldaten erschossen. " (Die Norag, 9. Jg., Nr. 42, 16.10.1932, S. 2)

Produktions- und Sendedaten
- NORAG - Nordische Rundfunk AG (Hamburg) 1932
- Erstsendung: 18.10.1932 | 21:00 Uhr
Livesendung ohne Aufzeichnung
Grundlage der Datenerhebung: Der Deutsche Rundfunk (Programmzeitschrift); Die Norag (Programmzeitschrift)