Originalhörspiel
Autor/Autorin:
Andreas Jungwirth
Im Visier
Komposition: Hans Platzgumer
Redaktion: Steffen Moratz
Künstlerische Aufnahmeleitung: André Lüer
Technische Realisierung: Steffen Brosig
Regieassistenz: Anne Osterloh
Regie: Steffen Moratz
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin André Kaczmarcyk Boži Kocevski Ruzica Hajdari Inka Löwendorf Uriel Jung Stephan Grossmann Beate Furcht Paula Kautz Ada Luer Tobias Barth Matthias Rohrschneider
Nach einer landesweiten Wahl hat sich das gesellschaftliche Klima geändert: Im Ausland geborene Menschen müssen sich registrieren lassen. Vor Schülern darf nicht über sexuelle Orientierung gesprochen werden. Bestimmte Begriffe und Formulierungen sind in Ämtern und Behörden untersagt. David, Lehrer an einem Gymnasium, gerät nach einem Verstoß gegen die neuen Gesetze ins Visier des Systems. Trifft es einen, trifft es immer auch andere. Davids Lebensgefährte Vedran und dessen Schwester Alma, die beide vor vielen Jahren mit ihren Eltern nach Deutschland kamen, stehen ebenfalls unter Beobachtung. Bisherige Sicherheiten und Gewissheiten erodieren. Und so wird geschwiegen, wo früher geredet wurde. Wo Vertrauen war, herrscht Misstrauen. Als David erkennt, dass das System darauf abzielt, ihn zu vernichten, will er zurückschlagen. Dass sein Racheplan den Schwächsten seiner Gegner treffen wird, ist ihm zunächst gleichgültig. Vielleicht auch deshalb, weil er selbst Zweifel hat, ob er seinen Plan wirklich ausführen wird.
Weitere Informationen
Andreas Jungwirth, geb. 1967 in Linz/Donau, lebt in Wien. Nach einem Schauspielstudium am Konservatorium der Stadt Wien, war er an verschiedenen Theatern in Deutschland, darunter auch in Döbeln/Sachsen engagiert. Seit 1998 arbeitet er als Autor von Hörspielen und Romanen. Beim MDR entstanden zuletzt seine Hörspiel "Peace" (2021), "Auf die Natur kann man nicht böse sein" (2019) sowie die Hörspielserie "Todesangst" (2024).

Produktions- und Sendedaten
- Mitteldeutscher Rundfunk 2025
- Erstsendung: 05.01.2026 | MDR KULTUR | 20:03 Uhr | 55'18