Hörspielbearbeitung

Autor/Autorin: Rainer Maria Rilke

Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (1. Teil: Ich habe ein Inneres)

Vorlage: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (Roman)
Bearbeitung (Wort): Manfred Hess
Dramaturgie: Manfred Hess
Technische Realisierung: Judith Rübenach, John Krol, Daniel Senger
Regieassistenz: Constanze Renner

Regie: Iris Drögekamp

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Jens HarzerMalte Laurids Brigge
    Victoria TrauttmansdorffAbelone/Mutter Brigge/ Dienerin Sieversen
    Wolf-Dietrich SprengerGraf Brahe/ Vater Brigge/ Arzt
    Stephanie EidtHerausgeberin

Rilkes "Brigge", bereits 1910 erschienen, gilt heute neben Prousts "Recherche" und Joyces "Ulysses" als Wegbereiter des modernen Romans. Sein Thema: die Entwurzelung des Subjekts und seine Rettungsversuche nicht zuletzt durch die Kunst in einer aus den Fugen geratenen Zeit. Die Erfahrung der Pariser Großstadt um die Jahrhundertwende dient dabei als Spiegel für eine Ästhetik des Hässlichen, der Krankheit und des Todes. Es gibt hier keine Handlung noch einen klassischen Erzähler: In der Form eines Tagebuches reiht sich assoziativ verknüpft eine Folge von Prosadichtungen, die zwischen Erinnerung, Beschreibung, Erzählung und Reflexion stehen. Aus ihnen schält sich schattenhaft die Figur eines 28-jährigen Dänen. Als letzter Spross eines alten Adelsgeschlechts versucht er, heimat- wie besitzlos, in Paris seine Existenz als Dichter zu begründen. Die Hörspielfassung arbeitet bewusst mit einem hohen Kürzungsfaktor. Im Zentrum stehen die Stadterfahrung und das sich in Sprache und Form auflösende Ich als Signatur moderner Erfahrung.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Südwestrundfunk 2015
  • Online veröffentlicht:
    31.10.2025 | Südwestrundfunk | ARD SOUNDS | 83'17

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