Kinderhörspiel, Dokumentarhörspiel, Feature
Autor/Autorin:
Helmut Höfling
Wilddiebe im afrikanischen Busch
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Siegfried Heinrichsohn Justus Irwahn Kurt Karas Hans Joachim Scherbening Heinz Stöwer Kurth Werth
Eine Safari in die Serengeti ist ein abenteuerliches Erlebnis, zumal wenn
man auch noch eingeladen wird, das afrikanische Tierparadies vom
Flugzeug aus zu erleben. Dabei entdecken zwei Europäer mitten in der
Steppe ein kilometerlanges Dornengestrüpp. Einheimische Wilddiebe haben
diese künstliche Hecke errichtet, um auf bequeme Art Antilopen, Zebras
und Gnus zu fangen. Die Tiere versuchen, durch die Löcher zu schlüpfen, die
die Wilderer alle zwanzig, dreißig Meter in der Hecke gelassen haben;
dabei fangen sie sich in verborgenen Drahtschlingen und werden langsam zu
Tode gewürgt. Weniger als das Fleisch interessiert die Wilderer das Fell
ihrer Beutetiere, das Touristen gern als Souvenir kaufen; besonders
begehrt sind auch Gnuschwänze, die zu Fliegenwedeln verarbeitet werden.
Für solch einen Gnuschwanz kassiert ein Wilderer umgerechnet rund 15 Mark.
Das ist viel Geld für einen Afrikaner, darum gehen die
Massenabschlachtungen begehrter Wildtiere trotz aller Bemühungen der
ostafrikanischen Behörden weiter. - Wie einer Bande afrikanischer Wilderer
das Handwerk gelegt wird, schildert diese Sendung.
Weitere Informationen
Die genaue Gattungszugehörigkeit ist nicht geklärt.

Produktions- und Sendedaten
- Hessischer Rundfunk 1973
- Erstsendung: 22.05.1973 | 26'00