ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel, Science Fiction-Hörspiel


Stichwort: Der stillgelegte Mensch


Alfred Behrens

Die Durchquerung des Morgentiefs


Komposition: Bodo Schmidt

Technische Realisierung: Peter Jochum, Gerda Schneider

Regieassistenz: Helmut Keie


Regie: Alfred Behrens

Als der in Berlin lebende Autor Alfred Behrens Anfang der 70er Jahre zwei Erzählungsbände veröffentlichte, gab er ihnen die Gattungsbezeichnung "Social-Science-Fiction". Der Kritiker Jörg Drews schrieb damals: "Behrens, Jahrgang 1944 und selbst eine Weile als Werbetexter tätig, hat als erster entdeckt, daß in der Sphäre und im Jargon von Werbung, Public Relations, Human Engineering auch schriftstellerisch etwas zu holen ist ... Behrens macht sprachliches Mimikry, er schlüpft in die Maske des Verkaufstiefenpsychologen. Seine Prosa leistet eine satirische Pioniertat von einer Intelligenz und Präzision, wie sie nur liefern kann, wer ganz auf der Höhe der kritisierten Sache ist." In seinem neuen Hörspiel nimmt der Autor die Form der Social-Science-Fiction wieder auf. "Drei Millionen Bundesbürger werden von behandlungsbedürftigen Depressionen gequält. Von diesem statistisch verbürgten Faktum geht mein Hörspiel aus. Ich habe es in einer mehrmonatigen Phase meines Lebens geschrieben, in der ich selbst unter Depressionen gelitten habe. Trotzdem handelt das Hörspiel nicht von mir. Es beschreibt eine mögliche Zukunftsentwicklung: Ein Pharmakonzern und ein Unternehmen der Tabakindustrie entwickeln gemeinsam ein nicht rezeptpflichtiges Anti-Depressivum in Form einer synthetischen Zigarette. Die Durchquerung des Morgentiefs, das ist Social-Science-Fiction - geschrieben, um eine bedrohliche Zukunftsmöglichkeit vorwegnehmend zu verhindern." (Alfred Behrens)

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Christian BrücknerMarketingberater
Ernst JacobiTherapeut
Marianne MosaSprecherin

Ensemble: Tempo Berlin


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Hessischer Rundfunk / Norddeutscher Rundfunk / Süddeutscher Rundfunk 1981

Erstsendung: 06.04.1981 | 79'15


Darstellung: