ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung



Ödön von Horváth

Glaube, Liebe, Hoffnung


Vorlage: Glaube, Liebe, Hoffnung (Theaterstück)

Bearbeitung (Wort): Wolf Euba

Technische Realisierung: Günter Heß, Angelika Glink


Regie: Wolf Euba

Ein unscheinbarer Vorgang aus dem Alltag nicht nur der Dreißiger Jahre: Eine kleine Miederwarenvertreterin ist im Kampf um ihre Existenz schuldig-unschuldig "straffällig" geworden, und die Gesetzesmaschinerie gibt ihr keine Chance mehr, ihr Leben neu zu beginnen. Die Menschen, die sie umgeben gemütvoll-dumpfe Alltagsexistenzen, kalt und böse, wenn sie ihre eigenen Interessen bedroht fühlen - sind selber Opfer der gesellschaftlichen Zwänge. Horváth verdankte die Idee zu diesem "kleinen Totentanz" dem damaligen Berichtsreporter Wilhelm Lukas Kristl, der in der Münchner Post über einen authentischen Fall berichtet hatte. "Glaube, Liebe, Hoffnung" entstand in enger Zusammenarbeit mit Kristl. Die Absicht war, "ein Stück gegen die bürokratische verantwortungslose Anwendung kleiner Paragraphen zu schreiben", "Allerdings", so fährt Horváth in seiner "Randbemerkung" zu dem Stück fort, "war ich mir dabei im klaren, daß dieses 'gegen kleine Paragraphen' eben nur das Material darstellt, um wieder mal den gigantischen Kampf zwischen Individuum und Gesellschadt zeigen zu können."

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Ilse NeubauerElisabeth
Gerhart LippertEin Schupo
Walter FitzOberpräparator
Gustl WeishappelPräperator
Michael HabeckVizepräparator
Hans QuestDer Baron
Marianne LindnerIrene Prantl
Eva VaitlFrau Amtsgerichtsrat
Hans LöscherHerr Amtsgerichtsrat
Walter ReinholdEin Invalider
Heidi Ackermann-GrimmEine Arbeiterfrau
Philip ArpEin Buchhalter
Mona FreibergMaria
Wilfried KlausEin Kriminaler
Toni BergerDer Oberinspektor
Franz RampelmannEin 2. Schupo
Egon BiscanEin 3. Schupo
Christoph LindertJoachim


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Bayerischer Rundfunk 1982

Erstsendung: 14.06.1982 | 84'45


Darstellung: