ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung
Ahnsberch oder die Räuber an der Ruhr
Vorlage: Ahnsberch oder die Räuber an der Ruhr (Theaterstück)
Komposition: Hansgeorg Koch
Technische Realisierung: Dieter Stratmann, Gabriele Neugroda
Regie: Frank Hübner
Arnsberg (Ahnsberch), Düsseldorf und Münster sind die Zentren der Macht im Ruhrgebiet. Das soll sich ändern. Autonomie soll erreicht werden für "die größte Malocher-Kolonie" der Welt!" In der Gaststätte "Zum krausen Bäumchen" tritt der arbeitslose Datentechniker Hötte Hinzmann mit seinem Freund Willi Überzwerch, einem vom Herausgeber der größten Zeitung ARZ gefeuerten Redakteur, den Kampf an, mit Mitteln, die die Gefühle aufwallen lassen: Entführung und Erpressung. Aber Hötte hat etwas anderes im Kopf: "Polletick is keine Jujutine un kein Abmurkskommando un keine Bombenschmeißerei - sowat bringt nix wie Steinzeit! Gegentrick." In einem rasant überdrehten Bild revolutionärer Aktion schildert der Autor diesen "Gegentrick" und wagt so mit seinem Volksstück, das er im Untertitel "Die Räuber von der Ruhr" nennt, einen "anarchistischen" Sprung in das Bewußtsein der Region. "Anarchisch" im ursprünglichen Sinn des Wortes, was soviel heißt wie "frei von Herrschaft".
Jürgen Lodemann, geboren 1936 in Essen, wurde vor allem bekannt durch seinen Roman "Anita Drögemöller und Die Ruhe an der Ruhr". Er arbeitet als Literaturredakteur beim Südwestfunk.