ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Herbert Lichtenfeld

Nebenwirkungen


Technische Realisierung: Heinz Gärtig, Roland Kusche


Regie: Günther Sauer

Prischke, Forscher in einer pharmazeutischen Firma, hat das erfolgreiche Anti-Grippe-Mittel P Qu 4 mit Allzeitwirkung entwickelt. Als er es seinem Vorgesetzten Borke vorführt, weist dieser auf die hohe Zahl an Arbeitern hin, die mit der Herstellung der Grippe bekämpfender Mittel beschäftigt sind und die bei Ausrottung der Grippe entlassen werden müßten. Er ist aus diesem Grunde dagegen, es auf den Markt zu bringen. Und auch in anderen Kreisen findet Prischke wenig Begeisterung für seine Erfindung. Die Anregung zu einer Wirtschaftssatire beschreibt der Autor wie folgt: "Es war eine Zeitungsnotiz, wonach ein englisches Gemeinderatsmitglied sich gegen die Entschärfung einer gefährlichen Straßenführung aussprach. Er hatte einen Abschleppdienst. Wenn man mit diesem Stoff dann einmal abgefahren ist, macht es einen bösen Spaß, zu untersuchen, ob nicht unsere ganze Gesellschaft schon längst so "zweckorientiert" ist, aber eine feine Technik der Bemantelung und Heuchelei entwickelt hat, ihre "Abschleppdienste" als Segen für die Menschheit zu präsentieren." Herbert Lichtenfeld, geboren 1927 in Leipzig, arbeitete als Redakteur bei Tageszeitungen und Zeitschriften; seit 1970 ist er freier Autor und schrieb außer Romanen auch Hörspiele, zahlreiche Tatort-Krimis, u. a. "Reifezeugnis" und "Schweigegeld".

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Fred MairePrischke
Hans CaninenbergBorke
Herbert WeickerHöhne
Heidi TreutlerNina
Manfred SeipoldKern
Christian MarschallProfessor
Rolf BeckerHuck
Gernot DudaKörner
Horst NaumannHoffmann
Gefion HelmkeMutter
Sabine SauerAssistentin


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1982

Erstsendung: 03.10.1983 | 34'35


Darstellung: