Reportage, Originaltonhörspiel
Autor/Autorin:
Rolf Dieter Brinkmann, Heinrich Vormweg
Die Wörter sind böse
Kölner Autoren-Alltag 1973 - Eine subjektive Dokumentation von Rolf Dieter Brinkmann
Redaktion: Hanns Grössel
Regie: Hein Bruehl
Weitere Mitwirkende
O-Ton Funktion
Kölner Autorenalltag 1973
Rolf Dieter Brinkmann ist in den 1970ern der radikalste Vertreter der deutschen Popliteratur - schroff, provozierend, begabt. Der WDR gibt ihm ein Aufnahmegerät und Brinkmann protokolliert die Geräuschwelt seines Alltags.
1973 ist er 33 Jahre alt und ein vielbeachteter junger Autor. Er interessiert sich für Werbung, Comics,
Popmusik. Seine Tonaufnahmen und Kommentare sind sprachmächtige Schimpftiraden auf Westdeutschland und radikal subjektive Alltagsbeobachtungen. Die Popkultur mischt sich unweigerlich in seine Literatur - hier betreibt er eine Art Grundlagenforschung der Gegenwart, verknüpft Texte mit Pop-Bildern, wettert über seinen verhassten Wohnort Köln, die Widersprüche seiner Zeit und den Kulturbetrieb.
Das Hörspiel ist Teil des ARD-Podcasts "100 aus 100", in dem hundert Highlights aus hundert Jahren
Hörspielgeschichte vorgestellt werden: Aufsehen erregende Produktionen, die zeigen, was diese akustische Kunstform alles kann. (Pressetext des WDR anlässlich einer Wiederholungsausstrahlung 2023)

Produktions- und Sendedaten
- Westdeutscher Rundfunk 1974
- Erstsendung: 26.01.1974 | WDR 3 | 48'45