ARD-Hörspieldatenbank

Hörspiel



Stefan Zweig

Der verwandelte Komödiant


Bearbeitung (Wort): Klaus Gmeiner

Technische Realisierung: Benedikt Bitzenhofer, Gabriele Neugroda

Regieassistenz: Christoph Pragua


Regie: Klaus Gmeiner

Die junge Gräfin, Favoritin des Fürsten, empfängt nach dem Lever einen Suplikanten. Er ist ein junger Komödiant, Abgesandter einer deutschen Schauspieltruppe, die sich mit ihrem "barbarischen" Spiel am Vorabend man hat erstmals vor dem an französisches Theater gewohnten Publikum einen Shakespeare, nämlich "König Lear", gespielt, - das Mißfallen der hohen Herrschaften zugezogen hat. Man hat das Privileg der fahrenden Truppe kassiert, und die Obrigkeit hat nicht gezögert, die ganze Truppe in Schutzhaft zu nehmen. Der junge Mann sucht nun bei der Gräfin Verständnis für die schwierige soziale Lage. Die Gräfin zeigt sich beeindruckt von der Not der Fahrenden, mehr aber noch davon, daß der Jüngling studiert hat und aus Neigung Komödiant geworden ist. Sie ist im Begriff, ihm persönlich einen Gunstbeweis zukommen zu lassen, da werden die beiden gestört durch den Chevalier und seine Liebesschwärmereien. Aus Angst vor ihrem fürstlichen Liebhaber will die Gräfin den Chevalier loswerden, doch schon naht der Fürst selbst, der Chevalier wird versteckt und der Komödiant, der den Fürsten ablenken soll, muß sein ganzes künstlerisches Können unter Beweis stellen. Das zeitlos charmante "Spiel aus dem deutschen Rokoko" nimmt seinen Lauf.

Stefan Zweig, 1881 in Wien geboren, starb 1942 bei Rio de Janeiro. Der vielseitige österreichische Erzähler, Essayist, Lyriker und Dramatiker wählte aus Schwermut über die Zerstörung des geistigen Europa den Freitod. Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Verwirrung der Gefühle", "Ungeduld des Herzens", "Schachnovelle" sowie seine historischen Miniaturen "Sternstunden der Menschheit".

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Siemen RühaakKomödiant
Renate SchroeterGräfin
Stefan WiggerChevalier
Wolfgang ForesterFürst
Susanne FluryHoffräulein


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1987

Erstsendung: 01.11.1987 | 46'48


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