ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung


Komponisten als Hörspielmacher


Marcel Proust

Kristall der Erinnerung (1. Teil)


Vorlage: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (Romanzyklus, französisch)

Übersetzung: Heribert Becker

Bearbeitung (Wort): Pierre Henry

Komposition: Pierre Henry

Regieassistenz: Bernadette Mangin


Regie: Pierre Henry

Pierre Henry, einer der Pioniere der akustischen Kunst, hat mit "Kristall der Erinnerung" sein drittes Hörspiel für den WDR realisiert. ("Tagebuch meiner Töne", 1982/"La Ville/Die Stadt. Metropolis Paris", 1985). Die beiden Teile der Komposition "Kristall der Erinnerung" basieren auf Marcel Prousts Werk "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" ("Du côté des chez Swann"). In der "musique concrète", die er zusammen mit Pierre Schaeffer begründete und deren führender Vertreter er bis heute geblieben ist, werden Schallplatten und Tonband erstmals produktiv, als Materialien der Komposition verwendet. Damit sind nicht nur die traditionellen Kompositionsmethoden in Frage gestellt, sondern auch die traditionellen Abgrenzungen der Musik von anderen künstlerischen Bereichen. Henry hat seit den fünfziger Jahren in seinen Produktionen neue ästhetische Erfahrungsbereiche erschlossen und Barrieren überwunden, die zuvor als unüberwindlich galten: Barrieren zwischen "reiner" und "angewandter" Musik; zwischen Musik und Hörspiel; zwischen Musik, Sprache und Radiokunst. Das umfangreiche Projekt "Kristall der Erinnerung" ist ein besonders herausragendes Beispiel für diese Synthese.

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Mitwirkende

Sprecher/Sprecherin
Heinz Bennent


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1988

Erstsendung: 31.05.1988 | 88'21


Darstellung: