ARD-Hörspieldatenbank

Hörspiel



Einar Schleef

Gewöhnlicher Abend - Szene für Mutter, Tochter, Sohn und Chor


Komposition: Peter Zwetkoff

Technische Realisierung: Heike Weyh, Christiane Recht

Regieassistenz: Johannes Hertel


Regie: Hans Gerd Krogmann

Drei monologisierende Stimmen, aufeinander einredend und aneinander vorbeiredend; drei Solisten. Mutter, Tochter und Sohn in einer unentrinnbaren libidinösen Verkettung. Der Sohn, als der "Philosoph mit dem Hammer" in die Literaturgeschichte eingegangen, nur noch zu ekstatischen Äußerungen fähig und ohne eigenen Willen in irdischen Dingen, dämmert im Schoß der Familie dahin. Eine Familie, in der es keinen Vater mehr gibt und in der der Sohn (von der Nachwelt mit seinem Satz "Gott ist tot" am meisten zitiert) dessen Stelle nicht einnehmen kann. Nicht um eine biographische Studie über Nietzsches letzte Dämmerjahre in Weimar geht es in diesem Hörspiel, sondern um jene ödipale Grundsituation, die Einar Schleef in vielen seiner Texte umkreist. "Das Knie der Mutter und Schwester hat jeder erfahren". (Einar Schleef)

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Gisela TroweMutter
Manuela AlphonsTochter
Christian BrücknerSohn

Musik: Gisela Schatz-Sträßner (Singstimme)

 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Südwestfunk

Erstsendung: 05.12.1985 | 52'20


Darstellung: