ARD-Hörspieldatenbank

Hörspiel


Afrika: Tradition und Gegenwart


Wilson Isabirye Kaima

Masken

übersetzt aus dem Englischen


Übersetzung: Robert Schnorr

Technische Realisierung: Friedrich Wilhelm Haefner, Gabriele Neugroda

Regieassistenz: Ute Casper


Regie: Frank Hübner

John und Mebra trinken Tee. John ist ein Flüchtling aus Uganda, Mebra liebt ihn und er sie, aber er redet ihr zu, ihn zu vergessen. Doch die temperamentvolle Mebra will nicht begreifen, daß sein Status als Flüchtling ein Hindernis für ihre Liebe ist. Nach einem leidenschaftlichen Streitgespräch bringt Mebra den Liebsten zu ihren Eltern. Ihr Vater ist Bischof einer anglikanischen Sekte; von ihm hören die beiden eine ergreifende Predigt, daß alle Menschen gleich sind, daß vor allem auch Flüchtlinge so sind, wie andere Menschen auch. Doch als der Bischof nach dem Gottesdienst von seiner Tochter die Wahrheit über John erfährt, fällt es ihm schwer, zu seinem christlichen Standpunkt zu stehen. Seine Ablehnung Johns hat weitreichende Konsequenzen für Mebras Familie, denn sie gibt den Kampf um ihren Freund nicht auf, stellt das Prinzip der Gleichheit über das afrikanische Prinzip der Familie.

Wilson Isabirye Káima wurde 1950 in Namaria in Uganda geboren und gehört der ethnischen Gruppe der Bantu an. Nach einem Studium der Physik und Chemie, während dem er durch einen "drama-club" zu eigenem Schreiben angeregt wurde, lehrte er am Wairaka-college in Jinja. Der vollständige Zusammenbruch des studentischen und künstlerischen Lebens in Uganda zwang Káima Ende 1981 zur Flucht nach Kenia, wo er seither in Sotik als Lehrer tätig ist. Sobald es die politischen Umstände erlauben, will Káima nach Uganda zurückkehren, um dort ein Kulturzentrum aufzubauen und weiterhin Theater zu machen, denn " ...unser Volk muß noch viel lernen, und das Theater kann eine wunderbare Schule sein".

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Vadim GlownaJohn
Maren KroymannMebra
Hans CaninenbergBischof
Magda HenningsMana


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1985

Erstsendung: 10.03.1985 | 31'03


Darstellung: