ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung



Jean Sarment

Wir waren drei


Vorlage: Wir waren drei (Schauspiel, französisch)

Übersetzung: N. N.

Bearbeitung (Wort): Hanns Korngiebel


Regie: Hanns Korngiebel

Dago. Dago ... SOS ... Ein Hilferuf scheinbar rätselvollen Inhalts, als Zeitungsannonce ausgestrahlt, soll drei Freunde einer lange zurückliegenden Gymnasialzeit zusammenrufen. Zwei aus der alten Gemeinschaft erscheinen pünktlich. Pierre und Marcel. Eine Frau gesellt sich zu ihnen. Pierre blickt verwundert auf. Diese Frau trägt ihm eine ferne Melodie aus romantischen Tagen zu ... war sie es nicht, die als junges Mädchen einmal ein "Ziel" war, für das es sich zu leben lohnte? Nun ist alles untergegangen im Streben nach beruflichem Erfolg. O ja, Pierre ist erfolgreich gewesen. Aber da war auch eine Leere im Herzen. Deshalb eigentlich wollte er mit dem Notruf die Freunde der Jugend und damit die Jugend selbst heraufbeschwören. Nun ist 'sie' sogar gekommen und erkennt ihn nicht einmal mehr, sie - die er in einem verklungenen Feriensommer geliebt hat. Jetzt ist sie die Gattin des Dritten, der nicht zum Rendezvous kam. Ist er - der Dritte - also tot? Welche Hoffnungen hatte man einst auf ihn gesetzt, auf den einzigen von den dreien, der künstlerische Ambitionen und Anlagen hatte. Marcel und Pierre nehmen es gelassen hin, daß ihr Freund nicht kommt. Es liegen schließlich 25 Jahre dazwischen. Aber warum soll man den Tag nicht mit einem alten Schülerjux beschließen, mit einem Feuerwerk etwa, wie man es einst oft getan? Die Raketen müssen telefonisch aus dem nächsten Marktflecken herbeordert werden. Und der sie bringt, ist Tristan Hilar - der Dritte. Er handelt mit Feuerwerk und Lampionen, mit Gemüse und Kartoffeln. Als er einsah, daß er nur das Zeug für einen halben Dichter hatte, entschloß er sich, lieber ein ganzer Kaufmann zu werden. Die Freunde stehen ihm verdutzt gegenüber. So also enden Illusionen der Jugendzeit. Oder ist er derjenige, der klüger war und richtiger gehandelt hat? Von dem heimlichen Feuerwerk, das Pierre und Denise miteinander abgebrannt haben, hat Tristan Hilar nichts bemerkt. Ach was, Denise ... sie heißt ja in Wirklichkeit Amelie und ist die Frau eines Krämers. Denise ist die andere, die Pierre in seinem Herzen gerufen hatte ... Dago, Dago ... SOS. Denise war wie aus einer alten Geschichte, die sie selbst nie verstanden hat. Amelie aber, wie gesagt, ist die Frau eines Krämers ...

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Gisela von CollandeDenise
Hans SöhnkerPierre
Georg GütlichMarcel
Josef DahmenEugène
Maria SebaldtMarie
Ursula KriegWirtin


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

RIAS Berlin 1953

Erstsendung: 14.12.1953 | 79'10


Darstellung: