ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung



Athol Fugard

Ein Stall voller Schweine


Vorlage: Ein Stall voller Schweine (Schauspiel, englisch)

Übersetzung: Jörn van Dyck

Bearbeitung (Wort): Jörg Jannings

Komposition: Klaus Buhlert

Technische Realisierung: Georg Brückner, Ulrike Neugebauer


Regie: Jörg Jannings

"Dieses Stück wurde durch die wahre Geschichte von Pavel Navrotsky angeregt, der im Zweiten Weltkrieg von der Sowjet-Armee desertierte und sich einundvierzig Jahre in einem Schweinestall versteckte." - Während die Jahre vergehen, wird das Asyl zum Gefängnis. Scham, Angst und Selbstmitleid verdichten sich zu einer anscheinend undurchdringlichen Mauer. Dumpfes Brüten wechselt mit ekstatischen Versuchen, sich aus Schweinescheiße und leerlaufender Zeit hinauszuphilosophieren. Große und grundlegende Bekenntnisse werden entworfen und eingeübt - und münden dann doch bloß in den täglichen Kleinkrieg gegen die grunzenden Stallmitbewohner, gegen die Frau, gegen sich selbst. Bis eines Tages ein unvorhergesehenes Ereignis die gemütliche Verzweiflung so zuspitzt, daß es den verzagten Raissoneur auf Gedeih und Verderb nach draußen treibt: in eine Freiheit, vor der er sich genauso fürchtet, wie er sie ersehnt. - Fugards "persönliche Parabel" ist nicht auf die Situation der Menschen in der ehemaligen DDR gemünzt. Aber sie trifft sie.

Athol Fugard, geboren 1932 in Middleburg in Südafrika, Stückeschreiber, Regisseur, Theatermann, gehört seit "Da leben Leute", "Buschmann und Lena", "Die Insel", "Sizwe Bansi ist tot", "Dimetor" und "Aloen" zu den international namhaften Dramatikern seiner Generation.

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Ulrich WildgruberPavel
Brigitte RöttgersPraskovja


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Mitteldeutscher Rundfunk / Norddeutscher Rundfunk 1992

Erstsendung: 22.02.1993 | 80'08


Darstellung: