ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Christian Geissler

Unser Boot nach Bir Ould Brini


Komposition: Cornelius Schwehr

Technische Realisierung: Roland Seiler, Regina Kraus

Regieassistenz: Claus Lüpkes


Regie: Hermann Naber

Durch Bruch und Verschränkung konfrontiert das Stück lyrische Zustandsbilder mit prosaischen Alltags-Episoden und rhapsodischen Briefen aus der afrikanischen Wüste. "Viele sind fett geworden in runden Finsternissen." Erst als eine Frau, beim Gehen nach eßbaren Tieren, auf den Rest eines Schiffes stieß, fanden wir, daß wir uns haben täuschen lassen. Die Erinnerung ist genau. Genau für morgen. Jede Wüste hat Wasser. Wir brauchen für uns ein Boot. Die Fahrt geht weit. Weit über jeden von uns hinaus. Aber wir wollen hin. Bir Ould Brini." Dort, im historischen Niemandsland, wird ein Boot gebaut, das bei zukünftigen Sintfluten einmal so etwas wie Noahs Arche werden könnte, eine Zuflucht der Hoffnungen. - Mit expressiven Mitteln handelt das Hörstück, das dem Komponisten Cornelius Schwehr gewidmet ist, von der Ohnmacht des Protestes, von der Kommerzialisierung unserer Träume, vom Exodus utopischer Phantasie.

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Hannelore HogerSprecherin
Hans-Peter BögelStimme
Helmut WöstmannStimme
Markus HoffmannStimme
Sabine PostelStimme
Annette ZiellenbachStimme
Christian GeisslerStimme des Autors


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Südwestfunk 1993

Erstsendung: 08.04.1993 | 64'20


AUSZEICHNUNGEN

  • Hörspielpreis der Kriegsblinden 1994
  • Hörspiel des Monats April 1993
  • Hörspiel des Jahres 1993

Darstellung: