ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung


Lasset Recht geschehen


Georg Kaiser

Der Soldat Tanaka


Vorlage: Der Soldat Tanaka (Schauspiel)

Bearbeitung (Wort): Theodor Steiner

Komposition: Franz Bücheler


Regie: Theodor Steiner

Der japanische Soldat Tanaka entdeckt seine Schwester in einem Freudenhaus. Seine Eltern, arme Reisbauern, hatte sie hierher verkauft, um ihre Steuern bezahlen zu können. Während des Gesprächs mit seiner Schwester begehrt ein Unteroffizier seines Regiments die kleine Joshiko. Nachdem er als Vorgesetzter auf seinem Willen beharrt, tötet Tanaka ihn und seine Schwester. Vor Gericht bezichtigt Tanaka den Kaiser der Schuld. Denn er ist es, der Steuern einzieht, die Armee bezahlt und seine Untertanen so in Not bringt, daß sie ihre Töchter verkaufen müssen. Nachdem Tanaka vom Kaiser eine Entschuldigung gefordert hat, wird das als ungeheure Anmaßung ausgelegt und das Todesurteil vollstreckt. Georg Kaiser gestaltet in dem japanischen Soldaten Tanaka den Menschen guten Willens, der, von den Mächten seiner Zeit erniedrigt und beleidigt, sich an diesen Mächten rächt. Vor den Richtern stehend, schreit Tanaka, ein Kind unserer Zeit: "Nicht der Mörder ist schuldig, sondern der Ermordete!" Nicht der Erniedrigte und Beleidigte hat zu sühnen, sondern der Erniedriger und Beleidiger.

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Kurt GlassTanaka
Lis VerhoevenJoshiko, seine Schwester
Rudolf RiethGroßvater Tanaka
Otto RouvelVater Tanaka
Maria FauserMutter Tanaka
Klausjürgen WussowWada
Hans-Martin KoettenichUmezu
Fränze RoloffDie Wirtin
Karl BockxEin Pförtner
Danielo DevauxEin Soldat
Lars DoddenhofEin Mann
Lotte BarthelEine Frau
Arno AssmannVorsitzender
Werner KüffeVerteidiger
Helene Elka
Otti Ottmar
Änne von Werden
Theo Ennisch
Herbert Sielaff


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Hessischer Rundfunk 1953

Erstsendung: 23.11.1953 | 73'54


Darstellung: