ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung



Sebastian Sailer

Die schwäbische Schöpfung

Eine biblische Komödie


Vorlage: Die Schöpfung der ersten Menschen, der Sündenfall und dessen Strafe (Schauspiel)

Bearbeitung (Wort): Fritz Meingast

Komposition: Ferdinand Rexhäuser


Regie: Harald Mannl

Im 18. Jahrhundert lebte im schönen Schwabenland ein gottesfürchtiger Mann: der hochwürdige Herr Sebastian Sailer, weiland Kapitular im Kloster zu Obermarchthal an der oberen Donau. Er hat seine Heimat so geliebt, daß er meinte, just in Schwaben und nirgendwo anders sei einst das Paradies gelegen. Deshalb ist ihm eines Tages der Gedanke gekommen, die Schöpfungsgeschichte "auf Schwäbisch" zu schreiben - in drei Aufzügen einer biblischen Komödie. Dieses urwüchsig-humorvolle Spiel hat später einer seiner Ordensgenossen herausgegeben und zur Person des Verfassers dazu bemerkt: "Sebastian Sailer, geboren zu Weißenhorn im Jahre 1714, war einer der berühmtesten Männer Schwabens. Er las die griechischen Klassiker, die besten französischen und italienischen Werke im Original, er war in den orientalischen Sprachen nicht unbewandert, und im Spanischen hat er es ziemlich weit gebracht. Er machte sich berühmt durch mehrere deutsche und lateinische Schriften, die er dem Druck überließ. Besonders aber kam er in einen ausgebreiteten Ruf als Kanzlerredner. Es ist wohl in Schwaben fast keine berühmte Kanzel zu finden, die er nicht betrat; selbst in Franken, in Mähren, in der Schweiz und im Allgäu ertönte seine Rednerstimme. Die Regeln der damaligen deutschen Sprache waren ihm ganz eigen, aber daneben konnte er sich im schwäbischen Dialekt so stark und so genau ausdrücken, daß ihn kein schwäbischer Bauer darin übertraf. So brachte er auch seine Schöpfung auf Schwäbisch zu Papier ..."

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Willy ReichertGott Vater
Karl EbertAdam
Ruth MönchEva
Hans PössenbacherEngel
August RiehlSprecher


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Bayerischer Rundfunk 1952

Erstsendung: 31.03.1952 | 48'00


Darstellung: