ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Peter Lotar

Das Bild des Menschen: Gespräche einer letzten Nacht



Regie: Wilhelm Semmelroth

Nicht aus Menschenfreundlichkeit, sondern um sich die Arbeit im Fall eines Bombentreffers zu erleichtern, haben die Wärter die Zellen der wegen Teilnahme an dem Staatsstreich vom 20. Juli 1944 zum Tode verurteilten Häftlinge während eines Luftangriffes geöffnet. In letzten Gesprächen bekräftigt sich für diese dem Tod geweihten Menschen noch einmal die Gewißheit, daß ihre Handlungsweise notwendig war, und der Glaube erfüllt sie, daß Gott, dem sie in wenigen Stunden gegenüberstehen werden, ihnen ein gerechter Richter sein wird. (Pressetext aus der Programmbroschüre des BR 1963)

Das Hörspiel handelt vom Widerstand gegen ein Gewaltregime; ohne konkrete Angaben zu machen, bezieht sich der Autor auf die Ereignisse vom 20. Juli 1944. Peter Lotar wirft die Fragen auf: "Muß man Widerstand leisten? Wer ist dazu berufen?" Er durchleuchtet die angeschnittenen Probleme vom Ethischen, von der Gewissensentscheidung aus. Und dann zeigt er den Weg zur Heilung des zerstörten Menschenbildes auf, die von der Einzelpersönlichkeit ausgehen muß, die selbst ihr Verhältnis zu Gott geklärt hat und sich als Christ verantwortungsbewußt in die Gesellschaft einordnet. In wechselnden Zwiegesprächen zwischen den Personen werden die Grundfragen vielfältig variiert. Recht und Pflicht zum Widerstand werden eindeutig klar: "Nur Gott kann den Auftrag geben." (Aus einer zeitgenössischen Rezension)

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Mathias WiemanGraf
Hans MahnkePfarrer
Alfred SchieskeArbeiter
Heinz KlevenowGeneral
Hans SchallaProfessor
Ulrich HauptStudent
Werner HinzOberst
Bernhard MinettiGerichtspräsident
Kaspar Brüninghaus1. Wache
Hans Helmut Dickow2. Wache


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Nordwestdeutscher Rundfunk 1952

Erstsendung: 21.07.1952 | 83'05


Darstellung: