ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Curt Goetz-Pflug

Die Lebensläufe des Herrn Schinowski



Regie: Curt Goetz-Pflug

Karl Schinowski stammt aus einer alten Beamten- und Offiziersfamilie. Als er aus dem Ersten Weltkrieg als Einarmiger heimkehrt, muss er neue Wege beschreiten. Sein alter Kumpel Herbert Thormann hilft ihm dabei. Thormann ist ein Opportunist, und so schreibt er für Karl entsprechende Lebensläufe, die diesem zu einer Stellung verhelfen. Sie ermöglicht es ihm, seine Familie zu ernähren, doch nicht, an seinem Ehrbegriff festzuhalten. Schinowski kommt mit diesem Leben nicht zurecht. Er kann nicht mit den "Wölfen heulen". Im Zweiten Weltkrieg trägt ihm die korrekte Befolgung eines Befehls bei Kriegsende in der Ostzone eine Strafe von 25 Jahren Gefängnis ein. 1958 wird er wegen guter Führung begnadigt und glaubt, nun endlich ein Leben in seinem Sinne beginnen zu können. Doch am Entlassungstage erfährt er, dass seine Freilassung auch nur auf krummem Wege möglich ist. Karl Schinowski setzt sich in den S-Bahnzug nach Potsdam. Tief in Gedanken versunken vergisst er, im Westsektor auszusteigen. Ein Mitreisender macht ihn darauf aufmerksam, dass er auf der anderen Seite zurückfahren muss. Doch Schinowski will nicht mehr die Richtung wechseln - die Polizei am Bahnhof Grunewald holt einen unbekannten Toten, der einen Herzschlag erlitten hat, aus dem S-Bahnzug.

A
A

Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Carl RaddatzKarl Schinowski
Eduard Wandrey
Käte Jaenicke
Rudolf Fernau
Klaus Miedel
Paul Wagner
Friedrich Maurer
Arno Paulsen
Erich Dunskus
Paul Günther
Erich Fiedler
Helmut Heyne
Erik von Loewis
Anneliese Würtz
Werner Stock
Olaf Bison
Reinhold Bernt
Aenne Bruck
Johanna Fechner


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Sender Freies Berlin

Erstsendung: 09.04.1959 | 55'20


Darstellung: