ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung



Henryk Vogler

Jemand hat geklingelt


Vorlage: Jemand hat geklingelt (polnisch)

Übersetzung: Henry Burg, Heinrich Kunstmann

Komposition: Enno Dugend


Regie: Friedhelm Ortmann

Es klingelt an der Wohnungstür. Ein Flüchtling bittet, ihn vor den Verfolgern zu verbergen, und wird abgewiesen. Mit diesem Geschehnis hat es begonnen. Von nun an scheint sich alles im Leben Pjotr Berans und seiner Frau zu verändern. Wenig später erscheint ein Agent und bringt eine Vorladung zum Verhör. Pjotr Beran ist verdächtig, vor Jahren einen Mord begangen zu haben. Je mehr er sich gegen diese Anschuldigung wehrt, desto tiefer gerät er in die Maschinerie der Ämter, deren raffiniertes Zusammenwirken der Einzelne nicht zu durchschauen vermag. Henryk Vogler, Schriftsteller und Dramaturg in Krakau, schildert in dieser Parabel die Mechanik eines bürokratischen Apparats, dessen einziger Zweck es zu sein scheint, alle Menschen zu erfassen, jeden Widerstand, ja jedes innere Widerstreben auszumerzen und die Welt seiner Ordnung zu unterwerfen. Aber dies ist nicht das einzige Thema des Stücks. Ebenso gefährlich wie die Gewalt ist das Vorurteil, das nicht selten der Gewalt in die Hände spielt. Zwei Menschen, die sich lieben, vermögen untereinander das Vorurteil zu überwinden. Der Apparat vermag zwar zu zerstören; aber seiner Macht sind natürlich Grenzen gesetzt.

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Hanns Ernst JägerAmtsvorsteher
Günther TaborAgent
Wilhelm BorchertPiotr Beran
Gisela MattishentHelena, dessen Frau
Helmut WildtHenryk
Margot LeonardEva, dessen Frau
Peter SchiffDer Andere


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

RIAS Berlin 1964

Erstsendung: 13.01.1965 | 71'05


Darstellung: