Originalhörspiel
Autor/Autorin:
Tai Yôko
Das Fischmuster
übersetzt aus dem Japanischen
Übersetzung: Manfred Hubricht, Heinz Schwitzke
Komposition: Johannes Aschenbrenner
Technische Realisierung: Wilhelm Hagelberg, Kurt Gehrck, Ingrid Geese
Regieassistenz: Willy Lamster
Regie: Kurt Reiss
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Hans Schweikart Futami Gustl Halenke Tamae Tilla Durieux O-Yasu Peter Mosbacher Taguchi Antje Weisgerber Yuti N. N. 3 Stimmen Michi Tanaka Verbindende Worte
Wenn die Fische sich bei ihrem Liebeszug stoßen und drängen, verlieren sie ihre Schuppen, die der Wind in einer Bucht sammelt. Das Meer scheint sich zu verfärben; die Schuppen bilden ein Muster, das einem Netz aus Millionen Perlen gleicht. Für Futami, der in einer kleinen japanischen Hafenstadt lebt, ist das ein gewöhnlicher Vorgang. Er weiß, daß die Fische nur ein blinder Trieb zusammenführt. Viel aufregender ist für ihn, daß er in seiner Wohnung Besuch empfängt, dem seine Tochter Tamaea ferngehalten werden soll. Doch während er mit der Besucherin spricht, jener Frau, die vor siebzehn Jahren noch seine Frau war, überredet deren Begleiter die neugierige Tamae, mit ihm aufs Meer hinauszurudern. Als die Versöhnung zwischen den Ehegatten nahe bevorsteht, müssen sie erfahren, daß der Mann, der schon vor siebzehn Jahren die Mutter mit sich genommen hat, nun mit der Tochter entflohen ist. Die Frau eilt hinaus auf die Klippe. Als das Boot leer angetrieben wird, bedeckt von Fischschuppen, stürzt sie sich vom Felsen.
Weitere Informationen
Hörspiel mit eingeblendeter moderner japanischer Unterhaltungsmusik

Produktions- und Sendedaten
- Norddeutscher Rundfunk 1957
- Erstsendung: 11.02.1958 | NDR 1 | 25'24