ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Nathalie Sarraute

Die Lüge

Nach dem Theatestück von Nathalie Sarraute


Vorlage: Die Lüge (Le mensonge) (Theaterstück, französisch)

Übersetzung: Elmar Tophoven

Technische Realisierung: Walter Guggenberger, Heide Walbert


Regie: Heinz von Cramer

In einem Spiel mit der Lüge werden die Beziehungen zur Wahrheit eingekreist, die von verschiedenen Personen in unterschiedlicher Form unterhalten werden. Dabei bedient sich Nathalie Sarraute der ihr eigenen Technik der Konversation und nach innen gewendeter Subkonversation. Als Subkonversation zeigt sie jene untergründigen, innerpsychischen Kommunikationsketten, die sonst nicht laut werden zwischen Menschen, die aber deren wirkliche Befindlichkeiten und Verhältnisse genauso bestimmen wie die ausgesprochenen Worte. So wird Verdecktes zur Sprache gebracht, ohne ganz eindeutig zu werden. "Im Dialog, der ein realistischer zu sein scheint, muß man das zeigen, was es in Wirklichkeit unterhalb des Dialoges gibt ..." (Natalie Sarraute)

Nathalie Sarraute will keine Attrappen des Wirklichen aufbauen. Statt sich Gespräche auszudenken, wie sie "wirklich" stattfinden könnten, zeichnet sie den Dialog unter dem Dialog auf, Reaktionen, Regungen, Assoziationen, die gewöhnlich nicht zur Sprache kommen. Das wahre Gespräch also? Oder wieder eine Erfindung?

A
A

Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Lola MüthelSimone
Ruth HellbergLucy
Melanie de GraafJuliette
Elisabeth SchwarzJeanne
Willi Trenk-TrebitschPierre
Heiner SchmidtJacques
Hans CaninenbergRobert
Karl LangeVincent


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Süddeutscher Rundfunk / Radio Bremen / Bayerischer Rundfunk 1966

Erstsendung: 02.03.1966 | 46'25


Darstellung: