Originalhörspiel

Autor/Autorin: Ludwig Harig

Katzenmusik

Komposition: Peter Hoch
Technische Realisierung: Eduard Kramer, Marlies Mathis
Regieassistenz: Kurt Meyer

Regie: Heinz Hostnig

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Heiner SchmidtM 1
    Ludwig ThiesenM 2
    Ursula LangrockF 1
    Ingeborg KansteinF 2
    Helga ZeckraK 1
    Anneliese BenzK 2

Mit der Renaissance des Hörspiels setzten verschiedene Versuche ein, Wort und Musik zu künstlerisch gleichwertigen Bestandteilen eines Hörspiels zu machen. Heinz von Cramers und Raoul Wolfgang Schnells Inszenierungen zeigen diese Tendenz und "One Two Two" hatte als erstes wort-musikalisch konzipiertes Hörspiel den Multimedia-Künstler Kriwet zum Autor. "Katzenmusik" ist das Werk eines Teams, des Schriftstellers Ludwig Harig und des Komponisten Peter Hoch sowie des Dramaturgen, des Regisseurs und des Toningenieurs. Die Konzeption geht von der Anregung aus, eine für Harig und Hoch verbindliche Struktur zu finden, die sowohl im sprachlichen wie im musikalischen Teil des Spiels erkennbar wird. Außerdem sollen den Spielverlauf Annäherungen der Sprache an Musik und umgekehrt der Musik an Sprache bestimmen. Für Strukturgleichheit garantieren die in beiden Medien geläufigen Formen der Permutation, der Assoziation, der Reihung, der Variation, der Wort- und Klangballung, der freien Improvisation etc. – Annäherungen von Sprache an Musik können zustande kommen durch Auflösung der Semantik oder durch die Betonung des rein lautlichen  Sprachmaterials, während Musik dann etwa "redet", wenn sie – ohne musikalische Motivation – Musik zitiert oder durch klangliche Deformation an Sprache erinnert, in sie übergeht oder aus ihr hervorgeht. "Katzenmusik" stellt somit eine bestimmte Auswahl von Möglichkeiten dar, die sich für ein Wechselspiel zwischen Sprache und Musik aus der Korrespondenz vorgegebener gemeinsamer Formen und ihrer Abwandlung ergeben. 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Hessischer Rundfunk / Bayerischer Rundfunk / Westdeutscher Rundfunk 1969
  • Erstsendung: 27.05.1970 | SR 2 | 51'20

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