ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Richard Hey

Die Ballade vom eisernen John

Radio-Strip mit Gesang


Komposition: Richard Hey

Regieassistenz: Irma Reblitz


Regie: Richard Hey

In seiner Ballade variiert Richard Hey das Grimm-Märchen vom 'Eisenhans' um zu einem Radio-Strip und führt in der funktionalisierten 'action-Sprache' der comic-strips eine interessante Inversion vor: Der anscheinend unbestechliche Polizeileutnant John bekämpft die verbrecherischen Machenschaften eines texanischen Ölmillionärs. Er macht Jim, den ehrlichen Son des Gangsters, zu seinem Gehilfen. Gemeinsam greifen sie erfolgreich in den Kampf zwischen den Verbrechersyndikaten ein. Jim will die Gangster von innen her bekämpfen und die Gangstertochter Mary heiraten. Der 'Eiserne John' erscheint auf der Hochzeit und bekennt Jim, daß er sich inzwischen auf die Seite der Verbrecher geschlagen habe. Jim ist von der Wahrheit enttäuscht - er verachtet die verlogene und opportunistische Charakterhaltung seines Chefs und will allein fortgehen. Doch John schießt ihn nieder und verspricht dem Sterbenden mit bewegten Worten, die gute Mary zu schützen und zu heiraten. - Einige Takte Musik, eingeblendete Liedverse (Brecht), kernige Spruchblasensätze, simple Verständlichkeit ohne Emotion, knappe Szenen, im Stil sich selbst persiflierend. Eine akustische Parodie auf die Comic-Strips - laut Hey "unsere modernen Bilder-Märchen".

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Gert WestphalDer Eiserne John
Konstantin PaloffJim

Musik: Barbara Morawicz (Singstimme), Ingo Insterburg (Gitarre)

 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Deutschlandfunk 1967

Erstsendung: 11.03.1967 | 36'50


Darstellung: