ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung



Friedrich von Schiller

Die Verschwörung des Fiesco zu Genua


Vorlage: Die Verschwörung des Fiesco zu Genua (Tragödie)

Bearbeitung (Wort): Wolfgang Stein

Komposition: Reiner Bredemeyer

Dramaturgie: Peter Goslicki

Technische Realisierung: Jürgen Meinel, Edith Konzack

Regieassistenz: Horst Gosse


Regie: Peter Groeger

Die Adelsfamile der Doria hat die Macht in der Stadtrepublik Genua usurpiert, Geanettino Doria, der Neffe des Dogen, möchte sich selbst zum Herzog machen. Um den "verschworenen Republikaner" Verrina sammelt sich der Widerstand, um die Republik zu retten. Auch Fiesco, Graf von Lavagna, plant eine Verschwörung, doch gibt er sich, um die Dorias zu täuschen, als unpolitischer Lebemann und macht, zum Schmerz seiner Frau Leonore, Gianettinos Schwester Julia den Hof. Obwohl er bereits Truppen und Galeeren gegen die Dorias angeworben hat, verstellt sich Fiesco zunächst auch gegenüber Verrina und seinem Anhang, die nach einem Kopf für ihre Verschwörung suchen. Gianettino, der in Fiesco eine Gefahr wittert, hat den Mohren Muley Hassan gedungen, den unliebsamen Widersacher zu ermorden. Der Anschlag mißlingt, und Fiesco sichert sich den Mohren für seine eigenen Dienste. Inzwischen wurde Berta, die Tochter Verrinas, von Gianettino vergewaltigt. Verrina schwört Bertas Bräutigam und seine Anhänger auf den Tyrannenmord ein. Insgeheim bereitet nun Fiesxo Senatoren und Bürger auf die Rebellion vor. Zuletzt offenbart er sich auch Verrina und seinen Mitverschwörern. Noch schwankt Fiesco, ob er sich für die Republik oder die Herzogenwürde entscheiden soll, doch Verrina ahnt voraus, daß sich Fiesco vom republikanischen Ideal abwenden würde und beschließt seinen Tod nach der Befreiung Genuas. Durch den Mohren erfahren die Dorias von der Verschwörung, die Entwicklung aber ist nicht mehr aufzuhalten. Der Aufruhr bricht los, Bourgognino, der Verobte Bertas, tötet Gianettino, auch Leonore will sich, ohne Fiescos Wissen, an der Rebellion beteiligen, wird aber in ihrer Verkleidung von ihrem Mann mit Gianettino verwechselt und erstochen. Aus seinem Schmerz reißt Fiesco das Bewußtsein, zu Hohem berufen zu sein - er läßt sich zum Herzog von Genua proklamieren. Als Verrina ihn beschwört, den Purpurmantel und die damit verbundene Würde wieder abzulegen, lehnt er brüsk ab. Verrina stürzt ihn vom Steg einer Galeere ins Meer. Der alte Doge Andrea Doria kehrt zurück, seine Partei gewinnt die Oberhand. "Ich geh zum Andrea", sagt Verrina nach der Ermordung Fiescos. 

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Herwart GrosseAndreas Doria, Herzog von Genua
Hans-Peter MinettiGianettino, sein Neffe
Winfried WagnerFiesco, GRaf von Lavagna
Günter NaumannVerrina, verschworener Republikaner
Dieter MannBourgognino, Verschworener
Horst HiemerCalcagno, Verschworener
Harald WarmbrunnSacco, Verschworener
Joachim TomaschewskyLomellin, Vertrauter Gianettinos
Kurt RadekeRomano, Maler
Hans-Joachim HanischMuley Hassan, Mohr von Tunis
Gisela BüttnerLeonore, Fiescos Gemalin
Ruth GlößJulia, Gräfin Imperiali, Gianettinos Schwester
Bärbel BolleBerta, Verrinas Tochter
Johannes MausDeutscher der herzoglichen Leibwache
Annelore HischerRosa, Leonorens Kammermädchen
Hannelore TellokeLaura, Bertas Kammermädchen
Lothar SchellhornZenturione
Hans TeuscherZibo
Detlev WitteAsserato
Karl-Heinz Danowski
Werner Kamenik
Fred Ludwig
Dieter Scharschmidt


 

Hörspielkomplex im Funkhaus Nalepastrasse (DDR) - © DRA/Karl Dundr


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Rundfunk der DDR 1969

Erstsendung: 25.12.1969 | 103'01


Hörspiel im DRA Babelsberg verfügbar


VERÖFFENTLICHUNGEN

  • CD-Edition: Random House Audio 2005 (in der Sammlung "Friedrich Schiller. Werke - Eine Auswahl")

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