ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Joy Markert

Ultimo



Regie: Wolfgang Wölfer

"Obwohl ich zwei Jahre in Berliner Großfirmen gearbeitet habe, kann ich keine Soziogramme aus der Arbeitswelt liefern. Doch was mich interessiert und erschreckt hat, sind die familiären Auswirkungen der Arbeitssituation, die erdrückende Übermacht "der Firma" auf das ganze "übrige Leben". In "Ultimo" werden zwei Familien immer nervöser angesichts der drohenden, aber verschleierten Fabrikschließung. Die monotone Angst vor dem "Ultimo" läßt sich weder zuhause "abreagieren" noch in halbseidenen Kneipen "runterspülen". Anita: "Hak ich bei Paul nach, wieso Kneipe - lenkt er ab, redet von der größeren Wohnung, die er suchen will. Frag ich wegen der Wohnung, redet er von der Firma. Frag ich nach der Firma, redet er von der Kneipe. Die übliche Politik einer Firmenleitung, Entlassungen und Konkurs bis zuletzt geheimzuhalten, die entstehenden Gerüchte, die provozierte Unsicherheit der Zukunft, das ist m.E. grob fahrlässig verursachte Angst, die nicht nur die betroffenen Arbeitnehmer, sondern als ökonomische Sippenhaft die ganze Familie kaputtmacht."  (Pressetext)

Joy Markert, geboren 1942, war bis 1969 Beamter, kündigte, arbeitete als Arbeiter und Angestellter und lebt inzwischen als Autor in Westberlin. Er schreibt Drehbücher (z.B. "Harlis", 1973 Deutscher Filmpreis zusammen mir Robert Van Ackeren und Iris Wagner; "Das andere Lächeln", 1978 zusammen mit Van Ackeren und Peter Stripp), Hörspiele und Funkprosa.

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Jo HerbstPaul
Uta SaxAnita, Pauls Frau
Wolfgang UnterzaucherNickel
Evamaria MinerHarriet, Nickels Frau
Anja WölferSimone, Nickels Tochter
Vera KluthMutter von Paul
Heinz RabeVater
Polo EspinozaFotograf


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Sender Freies Berlin / Westdeutscher Rundfunk 1978

Erstsendung: 13.02.1979 | 48'10


Darstellung: