Originalhörspiel
Autor/Autorin:
Quentin Ritzen, Gérard Blum
Ansicht von Delft
übersetzt aus dem Französischen
Übersetzung: Maria Frey
Regie: Otto Kurth
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Horst Frank Erzähler/Jean Kurt Lieck Der Vater Jürgen Goslar François Elisabeth Opitz Marina Anne Rottenberger Lilia Elsa Kirsten Reta Rena Sylvia Springer Max Kellas Günter Kirchhoff Fritz Leo Liertz Herbert Müller
Mit diesem Hörspiel von Quentin Ritzen und Gérard Blum stellen wir
gleichzeitig eine Entscheidung zur Diskussion, die von der Jury des
Prix Italia 1966 gefällt wurde und "Ansicht von Delft" den Preis des
Italienischen Rundfunks zuerkannte. Das Thema ist einer Erzählung
entlehnt, die Quentin Ritzen in seinem Buch "L'Odeur du Temps" 1963
veröffentlichte.
.
Es ist die Geschichte einer verlorenen Liebe, ein Spiel um
Erinnerungen, Heimweh nach der Vergangenheit und eine Vielfalt von
Empfindungen, die sich an Vermeers Bild "Ansicht von Delft" entzünden.
Jean und Lilia betrachten eines Tages im Museum von Den Haag das
berühmte Gemälde. Kindheitserinnerungen tauchen auf und wecken in Jean
neuartige Empfindungen, die ihm selbst erst später bewusst werden. Das
Museum wird zum Symbol, "denn", so sagt der Autor, "in den Museen
verwahren wir die Schätze, um der Zeit Schach zu bieten - wie im
Gedächtnis unsere Bildmagazine". Schach der Zeit - das ist hier ein
Augenblick des Glücks, dargeboten durch ein Gemälde, das selbst
wesentlich Abbild eines Augenblicks ist.

Produktions- und Sendedaten
- Westdeutscher Rundfunk 1967
- Erstsendung: 21.06.1967 | WDR 1 | 71'45