Originalhörspiel, Kriminalhörspiel
Autor/Autorin:
-ky
Ausbruch gelungen – und wieviele Tote?
Regie: Heinz Wilhelm Schwarz
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Loni von Friedl Studienrätin Eva-Maria Werth Petra Inge Wolffberg Mutter Dieter Kursawe Vater Klaus Miedel Vorgesetzter Hans Schwarz 1. Polizist Friedrich W. Bauschulte Mannhardt Ursula Heyer Hausfrau Karl Haas Rentner Caspar Engelbrecht Schüler Rainer Clute Fahrer Otto Czarski 2. Polizist Norbert Langer Koch Gabriele Krahl Susi Gerd Duwner Slzapka Joachim Pukaß 3. Polizist Siegmar Schneider Dr. Wilbertz Wolfgang Condrus Feuerwehrmann Andreas Mannkopff Michael
Petra, Berliner Arbeiterkind, will das Abitur machen und studieren.
Ihre Eltern, die auf ihre Hilfe im Haushalt angewiesen sind, und ihr
Verlobter Michael sind dagegen, dass Petra "was Besseres" wird. Petra
flieht von zu Hause und findet bei ihrer Klassenlehrerin Verständnis
und vorübergehend eine Unterkunft. In ihrer Wohnung kommt es zwischen Petra und Michael zum Streit, in dessen Verlauf Michael vom Balkon stürzt und tödlich verunglückt. Unfall? Selbstmord? Mord? Petra flieht vor dem Eintreffen der Polizei aus Angst, dass ihr die Schuld in die
Schuhe geschoben werden könnte. Der Autor ky schreibt zu seinem Stück: "Hintergrund dieses Hörspiels sind die elementaren Konflikte, die entstehen, wenn Arbeiterkinder tatsächlich die ihnen heute formal gebotenen Aufstiegschancen ergreifen. Besonders schmerzlich ist der Bruch für die Arbeitertöchter, die ihre Begabungen ausschöpfen und qualifizierte 'white-collar'-Berufe ergreifen wollen: mit Hunderten von Fangarmen halten Eltern und Freunde sie zurück, Liebe schlägt um in Erpressung und Zwang. Jeder Ausbruch, der unter diesen Umständen gelingt, fordert seine Opfer."
Weitere Informationen
"ky" ist das Pseudonym eines deutschen Kriminalschriftstellers,
der für den WDR bereits die Hörspiele 'Ein Mord zur rechten Zeit' und
'Herr Dühring stirbt nicht gern allein' schrieb.
Produktions- und Sendedaten
- Westdeutscher Rundfunk 1974
- Erstsendung: 05.11.1974 | WDR 2 | 49'20