ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Yves Heurté

Über dem Fenster der Himmel

übersetzt aus dem Französischen


Übersetzung: Annick Médard

Bearbeitung (Wort): Bernd Lau

Technische Realisierung: Roland Seiler, Liane Ostermann

Regieassistenz: Johannes Hertel


Regie: Bernd Lau

Marc feiert seinen 18. Geburtstag und lädt seine Eltern auf den Dachboden ein. Doch es geht ihm nicht um eine Geburtstagsfeier, sondern um eine Abrechnung mit den Eltern, vor allem mit dem Vater, dessen Überlegenheit und Selbstsicherheit er brechen will. Am meisten kann er den linksintellektuellen Vater, der unter den Nazis im KZ gewesen ist, damit schockieren und provozieren, daß er ein Hitlerbild und Hakenkreuzfahnen an die Wand hängt und schließlich eine SS-Uniform anzieht. - Doch nicht der politische Gegensatz ist Thema dieses Hörspiels, sondern der Generationenkonflikt zwischen Vater und Sohn. Die faschistischen Symbole benutzt der Sohn nicht aus politischer Überzeugung, sondern als trotzigen Protest gegen den Vater. Als Grundlage zu seinem Hörspiel diente dem Autor ein Zeitungsbericht über eine Schulklasse, die ihren Lehrer "fertigmachen" wollte und deshalb eine Nazi-Party inszenierte. Die Schüler brachen dem Lehrer moralisch das Rückgrat, er hörte auf zu unterrichten. Ob Marc bei seinem Vater einen ähnlichen "Erfolg" hat?

Das Hörspiel wurde 1977 im französischen Rundfunk urgesendet und im gleichen Jahr als Theaterstück in deutscher Sprache unter dem Titel "Der Himmel offen" im Bremer Packhaus-Theater uraufgeführt.

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Luitgard ImNina, die Mutter
Stefan WiggerPaul, der Vater
Martin SemmelroggeMarc, der Sohn


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Südwestfunk 1978

Erstsendung: 11.01.1979 | 79'58


Darstellung: