ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Gabriele Wohmann

Wanda Lord's Gespenster


Regieassistenz: Burkhard Ax


Regie: Oswald Döpke

Die Emanzipation der Frau, insbesondere im Hinblick auf das Phänomen Altwerden innerhalb einer weiblichen Biographie: Um über so große, aber auch etwas großspurige, auch ziemlich ausgeleierte und doch nicht 'erledigte' Fragen zu reden, hat eine Fernseh-Journalistin zu einem Vorgespräch eine Person der öffentlichen Aufmerksamkeit in ihrer etwas elfenbeinturmartigen Wohnung besucht. Wanda Lord - im mittleren Lebensalter, lang verheiratet, ist als Autorin ihrer Bücher nicht im Verdacht, für ein Lebenshilfeprogramm geeignet zu sein. Dennoch: Warum kann sie sich nicht so besonders gut behaupten? Sie findet die gesamte Situation irritierend. Die Sicherheit der völlig anderen Frau. Schon in ihrer Einwilligung ins Interview erkennt Wanda einen Widerspruch zu sich selber. Die Theorien sind im Weg. Aussageverweigerungen: Sie fände, sie ständen ihr besser. Doch sie redet von ihrem gelobten Land der Diskretion und der sanften Anpassungen, hält sogar eine gewisse Unterdrückung für unvermeidlich - und erlebt plötzlich deren quälende Praxis. Steckt in einer tragikomischen Falle. Sie gibt Gespenstern nach... sie kann die kleinste Schlacht um das Selbstbewußtsein nur noch gewinnen, wenn sie riskiert, mit der so ganz selbstverwirklichten Fernseh-Journalistin, mitten im Vorgespräch, ihre lieben Gespenster Taktgefühl, Konvention, Verschwiegenheit zu verraten." (Gabriele Wohmann) Gabriele Wohmann verarbeitet auch in diesem Hörspiel ebenso wie in ihren Prosawerken private Erfahrungen in schonungsloser Offenheit.

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Doris SchadeWanda Lord, Schriftstellerin
Werner KreindlHermann, ihr Ehemann
Gustl HalenkeIlona Stricker, Fernsehreporterin


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1978

Erstsendung: 06.11.1978 | 74'20


Darstellung: