ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung, Kriminalhörspiel



Raymond Thornton Chandler

Heim zu Beulah


Vorlage: Heim zu Beulah (Try the Girl) (Kurzgeschichte, amerikanisch)

Bearbeitung (Wort): Hermann Naber


Regie: Hermann Naber

Wie die meisten seiner Kriminalgeschichten hat Chandler auch "Heim zu Beulah" nicht kriminalistisch-logisch, nicht analytisch und nicht psychologisch angelegt, sondern als lakonische, scheinbar distanzierte Beschreibung des Stadt-Dschungels. Die Gewalttat ist alltäglich, die Brutalität das stillschweigend respektierte Gesetz, unter dem die Menschen ihren Existenzkampf ausfechten. Der Privatdetektiv Carmady trifft vor Shameys Spelunke in der Central Avenue auf einen bunt gekleideten Riesenkerl. Steve Skalla, nach achtjähriger Haft soeben aus dem Zuchthaus entlassen, ist auf der Suche nach seiner früheren Freundin Beulah. Sie hat mit ihm bei Shamey gearbeitet, damals, als das Lokal noch für Weiße geöffnet war. Skalla schleppt Carmady mit sich und dringt zum Chef des Lokals vor, der das Opfer von Skallas Ungestüm wird. Carmady, um Beulah besorgt, wettet mit dem Polizeileutnant Hiney, dass er noch vor ihm Beulah finden wird.

Raymond Chandler wurde 1988 in Chicago geboren und starb 1959 in La Jolla, Kalifornien. Er verbrachte seine Jugend in England, seine ersten Jahre als Lehrer und Journalist in Deutschland und Frankreich. Erst nach dem ersten Weltkrieg siedelte er in die Vereinigten Staaten über, wo er lange Jahre in dürftigen Verhältnissen lebte. 1933 veröffentlichte er seine erste Story, 1939 seinen ersten Roman, "The Big Sleep", inzwischen schon ein Klassiker der Kriminalliteratur.

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Arnold MarquisCarmedy
Marianne MosaBeulah, alias Vivian Baring
Hermann SchombergSteve Skalla
Alf MarholmDave Marineau
Ursula LangrockMrs. Marineau
Ursula von ReibnitzViolet Lu Shamey
Alwin Joachim MeyerHiney
Peter LieckBub McCord
Edward RothePortier
Michael ThomasBarkeeper
Arno GörkeRausschmeißer
Hans-Peter ThielenPolizist


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1971

Erstsendung: 21.09.1971 | 44'05


Darstellung: