ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Rolf Schneider

Manipulation



Regie: Friedhelm Ortmann

Während sich Rolf Schneider mit seinen letzten Hörspielen im Bereich subtiler realistischer Beobachtung bewegt hat, wendet er sich mit dem Hörspiel "Manipulation" der Groteske zu. Doch hinter dem überspitzten Geschehen der Groteske scheint schon bald die gar nicht phantastische, sondern konkrete Kritik an gesellschaftlichen Erscheinungen durch. Die Kritik an der Sensationsgier der Massenpresse, die den Rahmen für die Groteske abgibt, wird vorgeschoben. Dahinter geht der Autor auf die Art und Weise ein, wie ausgerechnet in den Staaten, in denen man sich auf die Dialektiker des Sozialismus beruft, dialektisches Denken auf den Kopf gestellt wird. - Aufgeregt sprechen die Frauen im Treppenhaus eines Mietshauses. Schon wieder ein Todesfall. Es kann so nicht weitergehen; den bösen Vertretern muss endlich das Handwerk gelegt werden. So denkt auch Herr Arthur. Er hat es sich gerade in seiner Wohnung gemütlich gemacht, als es läutet. Er verhält sich so ungewöhnlich, dass Herr Arthur ihn als einen der gefährlichen Vertreter verdächtigt.

Rolf Schneider, 1932 geboren, lebt als freier Schriftsteller in Ostberlin. Er schrieb Hörspiele, Bühnenstücke, Erzählungen und einen Roman. 1962 erhielt er den Lessing-Preis der DDR, 1966 als erster DDR- Autor den Hörspielpreis der Kriegsblinden für sein Hörspiel "Zwielicht". Der WDR hat außer "Zwielicht" noch viele andere Hörspiele in der Bundesrepublik erstgesendet, zuletzt "Anatomie eines Unfalls", "Prozess in Nürnberg", "Haltestelle" und "Krankenbesuch".

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Helmuth LohnerHerr Arthur
Ursula von ReibnitzFrau Bisam
Hannes MessemerDer Besucher
Reta RenaTelefonistin
Alwin Joachim MeyerChefredakteur
Ursula Feldhege
Gisela Keiner
Lutz Schulze


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1970

Erstsendung: 13.01.1971 | 40'53


Darstellung: