Originalhörspiel, Science Fiction-Hörspiel
Autor/Autorin:
Cynric Mytton-Davies
Die Zeitmauer
übersetzt aus dem Englischen
Bearbeitung (Wort): Jörg Tröger
Komposition: Wolfgang Dauner
Technische Realisierung: Fritz Gortner, Gudrun Nicklaus
Regie: Reinhard Zobel
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Kurt Lieck Prof. Wilding Günther Sauer Inspektor Marlowe Armas Sten Fühler Bischof von Westchester Heiner Schmidt Sir Elton Vaudrey Jörg Cossardt Clark Manners Wolfgang Reinsch John Everead Heinz Stöver Albert Prent Günther Amberger Gert Tellkampf Wolfgang Feige Otto Sander Toni Dameris
Der Versuch, mit einem Orbitalflugkörper den Ablauf der Zeit umzukehren, endet in einer Zeitfalle. Prof. Wilding, Mathematiker und Spezialist für Luftfahrttechnik, hat eine Theorie entwickelt, nach der es durch extreme Beschleunigung auf einer erdfernen Kreisbahn möglich sein sollte, die Zeitmauer zu durchbrechen und in die Vergangenheit zu gelangen. Um ungestört arbeiten zu können, hat er seinen Selbstmord vorgetäuscht und sich in eine abgelegene Gegend zurückgezogen. Unbemerkt von der Öffentlichkeit ist ihm die Konstruktion eines Flugkörpers mit einem revolutionären Antrieb gelungen, der die hierfür erforderliche unvorstellbare Geschwindigkeit erreichen kann. Die Besatzung besteht aus vier Freiwilligen, die sich auf ein Inserat hin gemeldet haben: ein alternder Schauspieler, der darauf spekuliert, seine Jugend wiederzugewinnen; ein unheilbar Kranker, der nur noch wenige Monate zu leben hat; ein Beamter, der Gelder veruntreut hat und ein flüchtiger Raubmörder, beide darauf hoffend, ihre Tat ungeschehen machen zu können. Zu ihnen gesellt sich ein Bischof, der besessen ist von der Aussicht, Augenzeuge der im Neuen Testament aufgezeichneten Ereignisse zu werden. Gleich nach dem geglückten Start zeigt ein Vergleich von Wildings Chronometer mit der über Funk übermittelten Bordzeit, daß sie dabei sind, die Zeit zu besiegen. Aber das Experiment verläuft anders als vorhergesehen. Als sich die Besatzung nach einer Stunde meldet, sind auf der Erde bereits zwei Monate vergangen, und die Zeitkluft wird immer größer. Acht Jahre vergehen, bis Scotland Yard bei der Suche nach fünf als vermißt gemeldeten Personen endlich auf den totgeglaubten Professor stößt, der alle Hoffnung aufgegeben hat. An Bord des Flugkörpers sind erst drei Tage vergangen. Wiederholt hat die Besatzung versucht, zu landen, aber sooft sie sich der Atmosphäre nähern, werden sie auf einer Tangentiallinie abgedrängt, um so heftiger, je näher sie der Erdoberfläche gekommen sind. Unerreichbar für jede Hilfe sind sie für immer in einer Zeitfalle gefangen.

Produktions- und Sendedaten
- Süddeutscher Rundfunk 1967
- Erstsendung: 28.11.1967 | 65'19