Hörspielbearbeitung, Science Fiction-Hörspiel

Autor/Autorin: Jules Verne

Die 500 Millionen der Begum

Vorlage: Die 500 Millionen der Begum (Roman, französisch)
Bearbeitung (Wort): Dieter Rohkohl
Komposition: Harald Banter

Regie: Otto Düben

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Ursula Langrock
    Alois Garg
    Manfred Heidmann
    Hermann Motschach
    Christoph Quest
    Alwin Michael Rueffer
    Michael Thomas
    Curt Faber
    Kurt Lieck
    Lothar Ostermann
    Hans-Peter Thielen

Eine Erbschaft bringt zwei Menschen unermeßlichen Reichtum, mit dem der eine eine soziale und hygienische Mustersiedlung, der andere ein düster-technokratisches Kanonen-Imperium gründet. Als der französische Arzt Dr. Sarrasin erfährt, daß er Erbe von mehr als 250 Millionen Francs ist, erklärt er öffentlich, das Vermögen gehöre der Menschheit und dem Fortschritt und solle in seinen Händen zu einem neuen und mächtigen Werkzeug der Zivilisation werden. Ursache für Krankheiten, Elend und vorzeitigen Tod seien die grauenhaften hygienischen Zustände auf der Welt, weshalb er die Gründung einer Musterstadt auf absolut wissenschaftlicher Basis plane, die durch ihre Hygiene und Humanität der übrigen Welt ein leuchtendes Vorbild sein soll. Während France-Ville im Entstehen begriffen ist, benutzt der Universitätsprofessor Schultze aus Jena seine Hälfte der Erbschaft, um mit Hilfe von dreißigtausend Arbeitern in wenigen Jahren Stahlstadt aus dem Boden zu stampfen, einen gigantischen, von Wällen und Festungsgräben umgebenen Moloch aus Stahl und Granit. Stahlstadt, persönliches Eigentum von Schultze, ist zum größten Stahlproduzenten geworden und beliefert die ganze Welt mit seinen Kanonen. Auf dem höchsten Festungsturm steht sein bestgehütetes Geheimnis, eine überdimensionale Kanone mit 300 Tonnen Gewicht und einem Kaliber von 1,5 Metern. Mit dieser Kriegsmaschine will er, um die Überlegenheit der germanischen Rasse zu beweisen, die zehn Meilen entferne Nachbarstadt mit einem Regen aus Eisen, Feuer und Giftgas für immer vom Erdboden tilgen. Als die Bürger von France-Ville von den Plänen des deutschen Professors erfahren, ist es für eine Evakuierung schon zu spät. Es stellt sich jedoch heraus, daß sein Geschoß nicht in der Stadt einschlägt, sondern hoch über den Köpfen der Menschen hinwegbraust. Das Projektil wird überhaupt kein Ziel auf der Erde treffen. Infolge seiner hohen Anfangsgeschwindigkeit hat es längst die Erdatmosphäre verlassen und verliert sich im Weltraum. Durch einen Fehler in Schultzes ballistischen Berechnungen hat die Erde einen neuen Satelliten bekommen.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Westdeutscher Rundfunk 1967
  • Erstsendung: 04.01.1968 | 57'21

Veröffentlichungen

  • CD-Edition: Pidax Film Media Ltd. (Alive) 2014 (in der Sammlung " Das technische Striptease eines Futuristen von gestern")

Haben Sie Anregungen oder Ergänzungen zu diesem Eintrag?