ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung



Javier Tomeo

Der Gesang der Schildkröten


Vorlage: Der Gesang der Schildkröten (Roman, spanisch)

Übersetzung: Fritz Rudolf Fries

Bearbeitung (Wort): Barbara Liebster

Komposition: Christoph Baumann

Technische Realisierung: Thomas Monnerjahn, Barbara Zwirner


Regie: Barbara Liebster

Wenn der Frühling naht, muss man hinaus an die frische Luft und mit den Tieren sprechen. Das jedenfalls meint das männliche Ich ohne Namen in Javier Tomeos Tagebuch-Roman "Der Gesang der Schildkröten". In einem Dorf auf dem unwirtlich kargen spanischen Land hat er ein von seinem Onkel geerbtes Haus bezogen. Die Zeichen des herannahenden Frühlings und seine Gespräche mit den Tieren hält er in seinem Tagebuch fest. Ein beklagenswerter Frühling mit Kälte, Regen und Schnee. Seltsame Verschiebung der Jahreszeiten: Die Tiere und Menschen, mit denen das Ich spricht, behaupten, es sei Winter, Weihnachten stehe bevor. Die Dorfbewohner machen sich ihren höhnischen Vers auf den neuen Nachbarn, nur der Schmied Juan wird zum treuen Besucher. "Wenn man die Behauptung, dass Tiere sprechen können (und uns zuhören und uns verstehen, auch wenn wir nicht mit ihnen sprechen) als Tatsache nimmt und nicht als surreales Moment, hat die Geschichte etwas unglaublich Beunruhigendes. Der Text ist eine Herausforderung." (Barbara Liebster) Die Herausforderung haben Barbara Liebster und Christoph Baumann angenommen und gemeinsam eine starke Umsetzungsidee entwickelt. Ein Stück "polyphoner Schizophrenie" ist entstanden, das zugleich das großartige Hörspieldebüt des jungen Schauspielers Matthias Walter ist.

Javier Tomeo, 1932 in Quincena, Aragón, geboren, lebt in Barcelona und gilt als einer der großen spanischen Erzähler. Zuletzt erschienen sein Roman "Napoleon VII" (2000) und sein Hörspiel "Ein rätselhaftes Opernhaus" (SWR 1999).

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Matthias WalterIch/TV-Mann
Horst BollmannBürgermeister
Axel WandtkeJuan
Kathrin AngererMaria
Christian GaulRamon/Neffe
Maximilian WiggerKuhirt
Rolf MarnitzSchäfer
Fred GrätzBarbier


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Deutschlandradio 2003

Erstsendung: 01.01.2004 | 73'13


Darstellung: