Hörspielbearbeitung

Autor/Autorin: W. G. Sebald

Jetzund kömpt die Nacht herbey

Ansichten aus dem Leben und Sterben des Immanuel Kant

Vorlage: Jetzund kömpt die Nacht herbey - Ansichten aus dem Leben und Sterben des Immanuel Kant (Drehbuch)
Dramaturgie: Isabel Platthaus
Technische Realisierung: Werner Jäger, Mechthild Austermann
Regieassistenz: Oliver Metz

Regie: Claudia Johanna Leist

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Michael SchenkSprecher
    Martin ReinkeImmanuel Kant
    Matthias BundschuhWasianski
    Udo SchenkJohann Christoph Bohlius
    Tom ZahnerJoseph Green
    Rainer HomannFischenich
    Peter HartingVigilantius
    German GortsSchichmatov
    Wolf AniolDr. Elsner
    Martin BrossLampe
    Yvon JansenRegina Reuterin
    Ulrich MarxProfessor Knorr

Es ist W. G. Sebalds einziges Drehbuch und wurde nie verfilmt, das Skript bisher nicht veröffentlicht. „Jetzund kömpt die Nacht herbey“ ist die Umsetzung eines imaginären Films in ein Hörspiel.

Sebald, Meister der dokumentarischen Fiktion, wirft Schlaglichter auf das Leben des Philosophen Immanuel Kant. Es ist ein Blick hinter die Kulissen des großen Werks, der großen Gedanken und ihrer Zeitlosigkeit. Denn Kant, Inbegriff des kritischen Denkens und der reinen Vernunft, kämpft in Sebalds Drehbuch zeit seines Lebens gegen die eigene Vergänglichkeit. „Was ist der Mensch?“ fragte Kant. „Jetzund kömpt die Nacht herbey“ erzählt von dem Menschen, an dem seine eigene Natur ihren Prozess macht: Ansichten aus dem Leben und Sterben des Immanuel Kant. Dabei wird unter Sebalds Blick die Schwäche und die Angst vor dem körperlichen Verfall gerade zur treibenden Kraft des Denkens. 

Weitere Informationen
W. G. Sebald, geboren am 18. Mai 1944 in Wertach im Allgäu, gestorben am 14. Dezember 2001 in Norfolk, England. Der seit 1966 an englischen Schulen und Hochschulen lehrende Germanist trat mit literaturwissenschaftlichen Publikationen, seit Ende der 80er Jahre auch mit mehreren Bänden erzählender Prosa - so mit "Die Ausgewanderten" und "Die Ringe des Saturn" - an die Öffentlichkeit und erlangte rasch den Ruf eines bedeutenden Außenseiters der deutschen Gegenwartsliteratur.

Martin Reinke als Kant und Tom Zahner als Joseph Green (v.l.)
© WDR/Sibylle Anneck
Martin Reinke als Kant und Tom Zahner als Joseph Green (v.l.) © WDR/Sibylle Anneck

Produktions- und Sendedaten

  • Westdeutscher Rundfunk 2015
  • Erstsendung: 11.07.2015 | WDR 3 | 53'01

Rezensionen (Auswahl)

  • Stefan Fischer: Gedankenstrom. W. G. Sebalds Drehbuch über Kant wird zum Hörspiel. In: Süddeutsche Zeitung vom 09.07.2015, S. 31.
  • In: Jochen Hieber: Der Spaziergänger von Königsberg. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 10.07.2015, S. 13.
  • Norbert Schachtsiek-Freitag: Ein akustischer Film über Kant. In: Medienkorrespondenz. 24.07.2015, S. 37.

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